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Mönchengladbach siegt am Ende verdient mit 3:2 gegen Hertha BSC Berlin
Aufatmen bei Borussia

Mönchengladbach siegt am Ende verdient mit 3:2 gegen Hertha BSC Berlin: Aufatmen bei Borussia
Raffael markierte den wichtigen Treffer zum zwischenzeitlichen 2:1 für die Borussia. Ansonsten blieb der Brasilianer allerdings blass. FOTO: Getty Images
Mönchengladbach (df). Ein fußballerischer Leckerbissen war es sicherlich nicht, am Ende aber stimmte das Ergebnis. Nach drei Bundesligapleiten in Folge, erkämpfte sich Borussia Mönchengladbach einen 3:2-Erfolg gegen schwache Berliner. Von David Friederichs

Das erleichterte Aufatmen war nach dem Schlusspfiff allgegenwärtig. Nach einem über weite Strecken den Temperaturen angepassten unterkühlten Kick, rissen die Borussen Profis die Arme nach oben. Gegen seinen ehemaligen Verein durfte Lucien Favre einen verdienten, wenn auch knappen 3:2-Erfolg feiern.

Favre änderte seine Startaufstellung im Vergleich zur Niederlage in Wolfsburg auf drei Positionen. Julian Korb, Granit Xhaka und Thorgan Hazard rückten ins Team, Oscar Wendt, Havard Nordtveit und André Hahn blieb nur die Rolle der Ersatzspieler. Und einer der drei Neuen war auch sofort am frühen Führungstreffer beteiligt. Hazard brachte einen Freistoß aus dem Halbfeld scharf vors Tor und Tony Jantschke, der sein Team erneut als Kapitän aufs Feld geführt hatte, verwertete den Ball in bester Mittelstürmermanier per Flugkopfball. Deutliche Sicherheit brachte die Führung nach drei Bundesligapleiten in Folge aber nicht ins Spiel der Borussia. Der VfL hatte zwar deutlich mehr Ballbesitz, Lücken fand man aber fast nie in der kompakten Berliner Defensive. Zu oft musste der Weg hinten herum gesucht werden. Hertha-Torhüter Thomas Kraft musste lediglich bei einem Raffael-Schuss und und dem anschließenden Nachschuss von Max Kruse richtig eingreifen. Doch auch sein Gegenüber Yann Sommer blieb weitesgehend Beschäftigungslos - bis zur 45. Minute. Alvaro Dominguez blieb im Zweikampf gegen Änis Ben-Hatira zu weit weg und verhinderte die Flanke nicht, in der Mitte stand Julian Schieber völlig frei und hatte keine Müde den Ball per Kopf zum Ausgleich über die Linie zu drücken.

Trotz des psychologisch ungünstigen Zeitpunkts des Gegentreffers, nahm der VfL nach der Pause das Heft des Handelns wieder in die Hand und belohnte sich bereits nach knapp acht Minuten. Dominguez, wieder auf der linken Außenseite spielend, war frei durch, behielt den Überblick und Raffael, der ansonsten erneut weit hinter seinen Möglichkeiten blieb, staubte in der Mitte zur erneuten Führung ab. Berlin war nun gezwungen, die defensive Haltung ein wenig aufzugeben und so eröffneten sich immer wieder Räume für Konter für die Borussia. Allerdings scheiterte es meistens am letzten Pass, um klare Torchancen zu kreieren. Außerdem konnte Kraft mit zwei Glanzparaden gegen den eingewechselten Ibrahima Traoré und Jantschke sein Team vor einem weiteren Gegentreffer bewahren. So dauerte es bis zur 84. Minute, ehe Hazard den erlösenden Treffer zum 3:1 erzielte. Der verwandelte Foulelfmeter von Salomon Kalou in der Nachspielzeit war schließlich nur noch Ergebniskosmetik aus Berliner Sicht.

(Report Anzeigenblatt)
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