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„Panisch werden hilft keinem“

„Panisch werden hilft keinem“
André Schubert will von einem negativen Lauf seiner Mannschaft nichts wissen. Gegen Bremen soll dennoch der erste Sieg in der Rückrunde her. FOTO: Getty Images
Mönchengladbach. „Druck“, sagt André Schubert, „den haben wir jede Woche!“ Daher will er vor dem Spiel gegen Werder Bremen auch nichts von Statistiken und negativen Läufen wissen. Von David Friederichs

Seit sechs Spielen hat Borussia Mönchengladbach nicht mehr an einem Freitagabend gewonnen, sogar fünf Niederlagen kassiert, außerdem gab es in den letzten sieben Pflichtspielen nur einen Sieg - man sollte meinen, André Schubert würden solche Statistiken belasten. Der Realität entspricht das aber nicht. „Das interessiert mich alles nicht“, so der Übungsleiter. In St. Pauli habe es mal eine Statistik gegeben, in der Siege gegen Mannschaften, die mit einem „B“ anfangen, aufreiht wurden.

Dass es für die Borussia nun gegen Werder Bremen geht, die ebenfalls mit „B“ anfangen, ist da wohl nur Zufall. Denn vielmehr schaut Schubert auf die Leistungen seines Teams. Und da habe er insbesondere in Mainz ein gutes Spiel seiner Mannschaft gesehen. „Wir waren den Mainzern in allen Belangen überlegen, haben hinten aber einmal nicht aufgepasst und vorne beste Chancen ausgelassen“, so Schubert. Fehler vermeiden und Chancen nutzen ist daher die Devise für das Spiel morgen Abend. Dass die Bremer dabei ein durchaus unangenehmer Gegner sind, hat man bereits zwei Mal in dieser Saison erfahren müssen - bei der 1:2-Niederlage in Bremen und dem 2:4-Pokalaus im Dezember. Physisch stark und oft mit hohem Pressing agieren die Norddeutschen. „Das bringt aber auch Räume für uns“, weiß Schubert und sieht sein Team gut vorbereitet. Dabei hat er die Hoffnung, dass Mo Dahoud wieder zur Verfügung steht. Heute trainierte er wieder mit einer neuen Schiene, eine endgültige Entscheidung wird jedoch erst morgen gefällt. Auch Martin Stranzl ist wieder zurück im Training und wird morgen sicherlich im Kader stehen.

Mit den beiden soll dann der erste Sieg im neuen Jahr eingefahren werden - ungeachtet der medial herbeigeschworenen Krise. „Panisch werden hilft keinem“, erklärt Schubert.

(Report Anzeigenblatt)