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Der Müdigkeit trotzen

Der Müdigkeit trotzen
Gerade die Kopfballstärke der Bremer, wie hier von Jannik Verstergaard, fürchtet André Schubert. FOTO: Getty Images
Mönchengladbach. Auf dem Zahnfleisch gehen die Spieler von Borussia Mönchengladbach in Richtung Winterpause. Morgen Abend gegen Werder Bremen soll im Pokal aber nochmal alles herausgeholt werden. Von David Friederichs

Als wäre die Verletztenliste von Borussia Mönchengladbach nicht schon lang genug, eilte heute die nächste Hiobsbotschaft herein. Bei Tony Jantschke besteht der Verdacht auf einen Kreuzbandriss. Mit Knieschmerzen war er gegen Leverkusen zur Halbzeit vom Platz gegangen, morgen soll ein arthroskopischer Eingriff Sicherheit bringen. „Erst dann wissen wir, ob es wirklich ein Kreuzbandriss ist“, sagte Schubert auf der Pressekonferenz vor dem Pokalspiel gegen Werder Bremen morgen Abend. Jantschke ist damit bereits der sechste Spieler, der sicher ausfällt, außerdem stehen hinter Ibrahima Traoré und Fabian Johnson noch große Fragezeichen. „Wir werden bei beiden aber kein Risiko eingehen“, ließ Schubert durchblicken.

Also muss es das restliche Personal richten, um im DFB-Pokal zu überwintern. „Das Weiterkommen hat oberste Priorität. Jammern nutzt nichts. Mit Konzentration und Willen müssen wir uns der Müdigkeit entgegenstemmen.“ Nicht nur wegen der der Personalprobleme erwartet Schubert eine schwierige Aufgabe. „Sie sind unangenehm zu bespielen. Kompakt in der Defensive und bei Standards mit ihren großen Spielern extrem gefährlich.“ Das zeigte auch schon die Bundesliga-Partie Ende August. Damals war es ein Kopfball von Jannik Vestergaard, der die 1:2-Niederlage der Borussia an der Weser besiegelte.

Die rund 53 000 Zuschauer, die morgen im Stadion sein werden, sollen den müden Borussen-Knochen noch einmal neues Leben einhauchen. Dass Raffael dabei in die Startelf zurückkehren wird, scheint sicher. „Das Spiel in Leverkusen war die einzige Möglichkeit, ihn ein bisschen zu schonen“, sagte Schubert.

(Report Anzeigenblatt)