| 10.32 Uhr

Der Borussia-Kommentar
Die Selbstverständlichkeit ist zurück

Mönchengladbach. Es war Mitte der ersten Hälfte in Berlin, als im Mittelfeld der Borussia in der Vorwärtsbewegung ein Ball verloren wurde und die Hertha zum Konter ansetzte. Doch kaum waren die Gastgeber in Strafraumnähe angekommen, waren schon wieder sieben Borussen hinter dem Ball und konnten so die Situation klären, noch ehe es wirklich gefährlich wurde. Genau solche Ballverluste hätten vor sieben Wochen noch zu einer klaren Torchance für den Gegner geführt, vielleicht sogar zum Gegentor. Doch jetzt ist irgendwie alles anders. Von David Friederichs

Offensiv wie auch defensiv ist eine Selbstverständlichkeit zurück, die manch einem Angst machen mag, den meisten aber ein breites Grinsen auf das Gesicht zaubert. Es passt wieder bei der Borussia, ein Rad greift ins andere, die Spieler haben wieder Spaß auf und neben dem Platz und André Schubert sammelt weiter zahlreiche Argumente, nicht mehr lange als "The Interims One" die Liga zu rocken, sondern offiziell als Chefcoach vorgestellt zu werden. Es waren Kleinigkeiten, die Schubert geändert hat, Kleinigkeiten, die aber einen großen Effekt haben. Er hat das taktische Korsett seines Vorgänger Lucien Favre gelockert, lässt früher angreifen, erlaubt den Spielern auch mal, einen Fehler zu machen und Risiko zu gehen. Und die Spieler danken es ihm mit Toren und Punkten. Einzig in der Champions League durfte Schubert bisher nicht als Sieger vom Platz gehen. Doch das soll sich morgen ändern. Denn auch international zeigt die Formkurve steil nach oben. Nach der unglücklichen Niederlage gegen Manchester City, dem Unentschieden in Turin soll nun im Heimspiel gegen die "Alte Dame" endlich der erste Sieg in der Königsklasse her. Und was scheint in diesen Tagen bei der Borussia eigentlich unmöglich? Nichts, selbstverständlich!

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