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Favre: „Wir freuen uns auf Dortmund“

Favre: „Wir freuen uns auf Dortmund“
Zwei Tore von Zugang Lars Stindl (Nr. 13) ebneten Borussia den Weg zum Pokalsieg auf St. Pauli. Sein Startelf-Einsatz zum Bundesligaauftakt in Dortmund ist ebenso sicher wie der von Raffael (links). Josip Drmic (hinten) könnte dagegen auf der Bank Platz nehmen müssen. FOTO: Dieter Wiechmann
Mönchengladbach (jfk). Am Samstagabend startet Borussia Mönchengladbach unter Flutlicht in die neue Bundesliga-Saison. Zum Auftakt erwartet die Schützlinge von Trainer Lucien Favre direkt ein Knaller: Vor über 81.000 Zuschauern geht es im Signal Iduna Park gegen Borussia Dortmund. Von Jan Finken

Es wird hoffentlich kein schlechtes Omen gewesen sein, dass bei der Pressekonferenz der Borussia vor dem Bundesligastart bei Borussia Dortmund (Samstag, 18.30 Uhr) kurzzeitig das Licht über dem Podium, wo Trainer Lucien Favre und Manager Max Eberl saßen, aus ging. Der gut gelaunte Schweizer ließ sich davon jedenfalls nicht irritieren: „Wir freuen uns auf dieses Spiel“, blickt er dem ersten Bundesligaspiel der Saison bei „der anderen Borussia“ gelassen entgegen. Allerdings muss er bei dieser Partie gleich auf vier Leistungsträger verzichten: Martin Stranzl, André Hahn und Alvaro Dominguez fallen verletzt aus, Havard Nordtveit ist nach seiner Roten Karte im letzten Bundesligaspiel der vergangenen Saison gegen Augsburg die ersten beiden Partien gegen Dortmund und Mainz (Sonntag, 23. August, 17.30 Uhr, Borussia-Park) gesperrt. Favre hat die Dortmunder mit ihrem neuen Trainer Thomas Tuchel bei deren Spielen gegen Juventus Turin (Freundschaftsspiel), Wolfsberg (Europapokal) und Chemnitz (DFB-Pokal) unter die Lupe genommen. Die Schwarz-Gelben ihre ersten drei Pflichtspiele (1:0 und 5:0 gegen den Wolfsberger AC und 2:0 beim Chemnitzer FC) allesamt ohne Gegentreffer für sich entschieden. „Ich habe diese Partien auf Video gesehen, trotzdem ist es für mich noch schwierig, die Mannschaft einzuschätzen. Sie können mehrere Systeme spielen, agieren mal im 4–4–2, mal im 4–2–3–1 und mal im 4–3–3 – und wechseln es auch schon einmal während des Spiel“, sagte Favre.

Ob er personelle Änderungen gegenüber der Startelf in St. Pauli vornehmen wird, verriet der Headcoach wie gewohnt nicht: „Es ist möglich, dass es ein paar Wechsel geben wird, aber das entscheide ich erst morgen nach dem Abschlusstraining.“ Ein möglicher Kandidat für die Anfangsformation wäre beispielsweise Patrick Herrmann, der am Montag auf der Bank Platz nehmen musste. „Er ist erst verspätet in die Vorbereitung eingestiegen und braucht im Sommer immer seine Zeit, um in Tritt zu kommen. Aber er ist auf seinem sehr guten Weg. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann er wieder von Beginn an spielt“, sagte Favre. Auch Thorgan Hazard, der mit seinem Treffer gegen St. Pauli nachdrücklich auf sich aufmerksam machte, wäre eine Option für die erste Elf, nachdem Josip Drmic im Pokalspiel in Hamburg nicht überzeugen konnte. Ganz im Gegensatz zum Gladbacher „Kinderriegel“ in der Abwehr: Profi-Debütant Marvin Schulz (20) und Chelsea-Leihgabe Andreas Christensen (19) agierten in ihrem ersten Pflichtspiel für Borussia vor der besonderen Kulisse am Millerntor mit großer Souveränität in der Innenverteidigung. „Die Vorbereitung hat gezeigt, dass sie es verdient haben zu spielen. Sie haben es hervorragend gemacht“, lobte Sportdirektor Max Eberl. Lars Stindl, der erstmals an der Seite von Granit Xhaka auf der Doppelsechs zum Einsatz kam, bewies eindrucksvoll, dass er auch auf dieser Position für die gewünschte Torgefahr sorgen kann. Auch Ibrahima Traoré hat es Favre schwer gemacht, ihn für das Spiel gegen Dortmund wieder aus der Anfangsformation zu nehmen.

Das Topspiel am Samstagabend im Signal Iduna Park ist mit 81.359 Zuschauern ausverkauft. Gladbach rechnet mit 9.000 eigenen Anhängern.

(Report Anzeigenblatt)