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Leverkusen steht im Vordergrund

Leverkusen steht im Vordergrund
Christoph Kramer trifft am Samstag auf seinen neuen Arbeitgeber. Besondere Brisanz sieht der Nationalspieler in der Konstellation aber nicht. FOTO: Getty Images
Mönchengladbach. Auch wenn mehrere Medien bereits eine Vertragsunterschrift von Max Kruse in Wolfsburg verkünden, will sich Borussia Mönchengladbach alleine auf das Spiel gegen Bayer Leverkusen fokussieren. Klarheit beim Stürmer soll spätestens nächste Woche herrschen. Von David Friederichs

Die Namen Kruse und Kramer beherrschten in den letzten Tagen die mediale Berichterstattung rund um die Borussia. Der eine spielt am Samstag gegen seinen neuen Arbeitgeber, der andere scheint in der kommenden Saison für den VfL Wolfsburg aufzulaufen. Die Konzentration auf das Spiel gegen Bayer Leverkusen, das im Kampf um Platz drei schon vorentscheidenden Charakter haben könnte, will man sich bei Borussia aber nicht stören lassen. „In Sachen Max Kruse gibt es nichts zu vermelden, wir wollen uns im Vorfeld auf das Spiel auch nicht zu sehr damit beschäftigen. Ich denke aber, dass wir nächste Woche reinen Tisch machen können“, sagte Sportdirektor Max Eberl. Und Christoph Kramer sieht die Partie am Samstag gar nicht so speziell. „Für mich ist da jetzt gar nicht so eine krasse Brisanz drin. Ich würde sagen, wenn es anders wäre“, so der Mittelfeldspieler.

Also wollen sich alle alleine aufs Sportliche fokussieren. Und da treffen die derzeit wohl beiden formstärksten Mannschaften der Liga aufeinander. Die Borussia ist das beste Rückrundenteam, Leverkusen mit drei Punkten weniger auf Rang drei dieser Tabelle. Der VfL stellt die zweitbeste Abwehr der Liga, Bayer die drittbeste Offensive, Mönchengladbach führt die wenigsten Zweikämpfe der Liga (3793), die Werkself die meisten (5212). Außerdem stellen beide Teams die längste Serie an ungeschlagenen Spielen in der Liga (Borussia elf/ Leverkusen zehn).

Und noch eine Statistik: acht Heimspiele hat der VfL in Folge gewonnen, Leverkusen auf der anderen Seite ist seit 22 Spielen ungeschlagen im Borussia-Park und früher auf dem Bökelberg. Und damit wird am Samstag zumindest eine dieser Serien enden. Doch geht es weniger um die Serien statt vielmehr um drei ganz wichtige Punkt im Kampf um Platz drei und damit die direkte Champions League Qualifikation. Mit einem Sieg könnte der VfL auf fünf Punkte davon ziehen, ein Unentschieden würde zumindest das zwei Punkte Polster bewahren.

Personell wird die Borussia dies ohne Martin Stranzl angehen müssen, für den die Saison bekanntlich beendet ist, und auch hinter Alvaro Dominguez steht noch ein Fragezeichen. Bis Donnerstag konnte der Spanier nicht mit der Mannschaft trainieren. Doch auch Leverkusen muss auf Karim Bellarabi wegen der fünften Gelben Karte verzichten, was Lucien Favre aber nicht sonderlich beschäftigt. „Sie haben genug Substanz im Kader. Julian Brandt ist da ein mehr als guter Vertreter“ so der Übungsleiter. Wichtig gegen die früh pressendes und hoch verteidigenden Leverkusener sei, mit viel Disziplin zu agieren und nicht Gefahr zu laufen, ausgekontert zu werden.

(Report Anzeigenblatt)