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Noch Fragezeichen vor dem BVB-Hit

Noch Fragezeichen vor dem BVB-Hit
Lars Stindl gegen Shinji Kagawa - welche der beiden Offensivreihen entscheidet am Samstag das Borussen-Duell für sich? FOTO: Getty Images
Mönchengladbach. Kurze Winterpause, kurze Vorbereitung - am kommenden Wochenende startet die Bundesliga in die Rückrunde. Auf Borussia Mönchengladbach wartet dabei sofort eine große Herausforderung. Im Topspiel am Samstagabend (18.30 Uhr) kommt Borussia Dortmund in den Borussia-Park. Von David Friederichs

Beim Blick auf das Ergebnis im letzten Test am Samstag beim VfL Bochum könnte dem ein oder anderen Borussen-Fan schon Angst und Bange geworden sein. 2:5 hieß es beim Zweitligisten. Gerade in der zweiten Hälfte offenbarte die Schubert-Elf dabei große Schwächen in der Defensive. Fünf Gegentore, da werden Erinnerungen wach an den Saisonauftakt, als es in Dortmund ebenfalls fünf Gegentreffer gab, die Borussia vom Niederrhein regelrecht vorgeführt wurde.

"Testspiele in der Vorbereitung sind eine Sache für sich. Das Ergebnis ist dabei eher uninteressant. Wichtig ist, welche Schlüsse man daraus zieht", war Trainer André Schubert nach dem Test in Bochum bemüht, nicht alles schwarz zu malen. "Es ist deshalb gar nicht so verkehrt, dass wir das Spiel verloren haben. Wir haben viele wichtige Erkenntnisse gewonnen."

Schließlich hatte Schubert im Laufe der zweiten Hälfte damit begonnen, munter durchzuwechseln und auf einigen Positionen ein wenig zu experimentieren. So fehlte beispielsweise der leicht angeschlagene Oscar Wendt in Bochum. Borussias Außenverteidiger, der von den Fans zum Spieler der Hinrunde gewählt wurde, wird am Samstag gegen Dortmund wohl wieder in der Startelf stehen. Andreas Christensen, in der Hinrunde als rechter Innenverteidiger trotz seiner erst 19 Jahre mit starken Vorstellungen, zeigte, dass ihm die Position links im Abwehrzentrum nicht so zu liegen scheint. Erfreulich war allerdings, dass Martin Stranzl nach seiner langen Verletzungspause zum zweiten Mal in der Vorbereitung über 90 Minuten mitwirken konnte, auch wenn man dem Österreicher in der ein oder anderen Situation noch die fehlende Spielpraxis anmerken konnte. Nicht ausgeschlossen aber, dass Stranzl dennoch gegen Dortmund aufläuft. Dies könnte aber auch für Neuzugang Martin Hinteregger gelten, der sich wohl derzeit ein Duell mit Stranzl um den Platz an der Seite von Christensen liefert.

Für das Dortmund-Spiel gesetzt scheint nach der Rot-Sperre von Granit Xhaka das Duo Havard Nordtveit und Mo Dahoud auf der Sechs. Gleiches gilt für das Sturmzentrum, wo Lars Stindl und Raffael auch in Bochum wieder an beiden Treffern beteiligt waren.

Bleibt noch die Frage, wer auf den Außenbahnen gegen den BVB, der in der Vorbereitung klare Siege gegen Eintracht Frankfurt und den südkoreanischen Meister Jeonbuk feierte, ran darf. Vieles spricht dafür, dass Fabian Johnson und Ibrahima Traoré die Flügelzange bilden, aber auch Neuzugang Jonas Hofman darf sich durchaus Hoffnungen auf einen Startelfeinsatz machen.

Schubert hat in dieser Woche Zeit, die letzten Fragezeichen in der Aufstellungen auszuräumen. Nach zwei freien Tagen startete gestern die letzte Phase der Vorbereitung auf den Rückrundenstart. Gerade die defensive Stabilität wird dabei auf dem Plan stehen. Denn, diese Erkenntnis ist wenig überraschend, Stabilität ist gegen die offensivstarken Dortmunder zwingend erforderlich. Pierre-Emerick Aubameyang, Henrikh Mkhitaryan, Shinji Kagawa und der wiedergenesene Marco Reus sind schließlich mit das Beste, was die Bundesliga im Offensivbereich zu bieten hat.

(Report Anzeigenblatt)