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Verstärkungen gesucht!

Verstärkungen gesucht!
Franco di Santo, Haris Seferovic und Kevin Volland sind drei der möglichen Kandidaten, mit denen sich Borussia Mönchengladbach im Angriff verstärken könnte. FOTO: Getty Images
Mönchengladbach. Noch zwei bis drei neue Spieler hatte Max Eberl nach der Verpflichtung von Lars Stindl versprochen. Nach dem Abgang von Max Kruse werden es wohl eher vier Neuzugänge, die man noch präsentieren wird. Zwei Stürmer, ein Innenverteidiger und ein neuer zweiter Mann hinter Yann Sommer stehen auf der Liste. Von David Friederichs

Zweimal in Folge wurde Max Eberl vom Sportmagazin Kicker zum Manager mit der besten Transferpolitik ausgezeichnet. In diesem Sommer nun darf Eberl erneut auf Shopping-Tour gehen, er muss es sogar. Denn nach dem schon feststehenden Wechsel von Christoph Kramer im Sommer nach Leverkusen wurde am letzten Sonntag bestätigt, was eh schon jeder wusste: Max Kruse sucht sein Glück ab der kommenden Saison in Wolfsburg. Während Kramers Abgang durch die Verpflichtung von Lars Stindl bereits kompensiert wurde, sind in der Offensive nun noch Planstellen frei.

Doch Eberl wird schon einige Kandidaten auf seiner Liste haben, die die Nachfolge des in der Schlussphase so wichtigen und effektiven Kruses antreten sollen. Das Anforderungsprofil ist dabei klar: ein reiner Strafraumspieler passt nicht ins System-Favre, wie die Verpflichtung von Luuk de Jong damals bewiesen hatte. Favre braucht einen Spieler, der sich auch mal ins Mittelfeld fallen lässt, als Ballverteiler dient, eine gewisse Schnelligkeit mitbringt und dennoch für Torgefahr sorgt.

Einer, der diesen Anforderungen durchaus genügen würde, wäre Bremens Franco di Santo, der gestern nochmal persönlich vorspielen durfte. Mit aktuell 13 Saisontoren würde der Argentinier zudem noch ein weiteres Plus mitbringen: er ist Kopfballstark, ein Aspekt, der bisher im Gladbacher Angriffsspiel kaum Beachtung fand. Ebenfalls ein Kandidat wäre Hoffenheims Kevin Volland. Auch wenn dieser aktuell bei den Kraichgauern meist auf der rechten Außenbahn zum Einsatz kommt, ist er dennoch ein ähnlicher Spielertyp wie Kruse und mit seinen gerade mal 22 Jahren auch noch entwicklungsfähig. Mit Fabian Johnson würde er zudem auf einen ehemalligen Teamkollegen treffen. Volland würde die Borussia allerdings mit rund 15 Millionen Euro teuer zu stehen kommen, während die Santo wohl für rund acht Millionen Euro zu haben wäre.

Ein weiterer Kandidat auf der Liste ist Frankfurts Haris Seferovic. Der 23-jährige Schweizer Nationalspieler kam im vergangenen Sommer aus San Sebastian nach Frankfurt und kommt bisher auf neun Saisontore. Auch sein Nationalmannschaftskollege Admir Mehmdi vom SC Freiburg scheint in den Überlegungen der Borussen eine Rolle zu spielen.

Doch wird sich Eberl nicht alleine auf die Offensive konzentrieren. Denn trotz der Vertragsverlängerung von Roel Brouwers hat man mit dem Niederländer und Martin Stranzl zwei Spieler, die nicht mehr auf lange Sicht eingeplant werden. Ein junger Innenverteidiger mit Entwicklungspotenzial ist hier durchaus vorstellbar. Ein Kandidat dieser Güte wäre Fabian Schär vom FC Basel. Dass man mit Spielern des Schweizer Rekordmeisters gut fährt, haben die Transfers von Granit Xhaka und Yann Sommer gezeigt.

Im Mittelfeld könnte nach Stindl mit Johannes Geis ebenfalls nochmal nachgelegt werden. Geis ist mit seinen 21 Jahren schon jetzt eine der prägenden Figuren im Mainzer Mittelfeld und zudem mit seinen Standards ungemein torgefährlich.

Bleibt zuletzt noch die Position des zweiten Manns hinter Yann Sommer. Hartnäckig hält sich das Gerücht, Lauterns Tobias Sippel wechselt von den Roten Teufeln zu den Fohlen.

Auf Eberl warten in den kommenden Wochen also noch viele Aufgaben. Doch kann er sich dabei auf seine gutes Gefühl und seine akribische Analyse verlassen, die ihn den vergangenen Jahren nicht allzu oft im Stich gelassen hat.

(Report Anzeigenblatt)