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Wahnsinn! Borussia besiegt Bayern!

Wahnsinn! Borussia besiegt Bayern!
Lars Stindl mit dem sehenswerten Treffer zum 2:0. Da können Benatia (im Zweikampf mit Stindl) und Javi Martínez (rechts) nur zuschauen. FOTO: Getty Images
Mönchengladbach. In einem furiosen Bundesliga-Spiel bricht Borussia Mönchengladbach den Nimbus der bayrischen Unbesiegbarkeit und siegt 3:1 gegen den Rekordmeister. Von Daniel Uebber

Furios! Fantastisch! Borussia Mönchengladbach entzaubert den FC Bayern München in einem berauschenden Fußballfest mit 3:1 und ist die erste Mannschaft, die dem Rekordmeister in dieser Bundesligasaison eine Niederlage beifügen kann.

Dabei hatte es in der ersten Hälfte im ausverkauften Borussia-Park noch alles andere als gut ausgesehen für Mönchengladbach. Denn die Münchener, die mit Javi Martínez, Xabi Alonso und Arturo Vidal mit gleich drei defensiven Mittelfeldspielern angetreten waren, dominierten das Spiel, nutzten aber teils hochkarätige Chancen nicht zur Führung.

Bereits nach zehn Minuten hätte Martínez nach einer Ecke beinahe das 1:0 für die Gäste erzielt, doch der Ball landete auf statt im Tor. Bayern spielte nun weiter nach vorne. Doch sowohl Lewandowski (18.), Müller (19.), als auch Coman (24.) scheiterten jeweils aus aussichtsreichen Positionen.

In der 25. Minute dann die Hundertprozentige für die Bayern. Zuerst hielt Yann Sommer noch überragend gegen Javi Martínez, doch den Abstauber aus drei Metern Torentfernung setzte Coman nur an den Pfosten - Glück für die Borussia, die sich nun aber fing und selbst öfter den Ball in ihren Reihen hielt.

Nach dem Seitenwechsel erlebten die Zuschauer dann ein wahres Fußballfest. Nach feinem Sololauf von Johnson spielte dieser den Ball auf Raffael, der weiter auf Wendt legte, der den Ball überlegt ins rechte Eck an Neuer vorbei ins Tor platzierte (54.). Was folgte, war eine entfesselt aufspielende Borussia, die beinahe durch einen Schuss von Julian Korb mit 2:0 in Führung gegangen wäre, doch Manuel Neuer hielt spektakulär und lenkte den Ball an die Latte (64.). Trotzdem mussten die Zuschauer nicht lange warten, ehe sie wieder jubeln durften: Elvedi leitete einen weiten Abschlag auf Stindl weiter, der Neuer volley überwand und auf 2:0 erhöhte (66.). Nur zwei Minuten später sorgte Johnson für die Entscheidung. Boateng hob bei Korbs Pass das Abseits auf und Johnson war auf und davon und ließ dem Welttorhüter keine Chance. Bei Bayern klappte nun nicht mehr viel. Freuen durften sich die Münchener aber über das Comeback von Franck Ribery, der nach neunmonatiger Verletzungspause erstmals wieder auf dem Platz stand - und den 1:3-Endstand aus Sicht der Bayern erzielte.

(Report Anzeigenblatt)