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Wer darf an Nordtveits Seite ran?

Wer darf an Nordtveits Seite ran?
Nebenmann gesucht: Wer läuft morgen an der Seite von Havard Nordtveit auf der Sechserposition auf? FOTO: Getty Images
Mönchengladbach. Mit dem Spiel in Mainz eröffnet Borussia Mönchengladbach den 19. Spieltag morgen Abend um 19.30 Uhr. Personell bereitet insbesondere das zentrale Mittelfeld Sorgen. Von David Friederichs

Andre Schubert wollte sich nicht in die Karten blicken lassen. „Wenn es einen Vorteil gibt, dass mit Granit Xhaka und Mo Dahoud beide etatmäßigen Sechser ausfallen, dann der, dass Mainz schwer einschätzen kann, wie wir jetzt agieren.“ Und genau diesen Vorteil wolle er sich behalten. Also bleibt die Frage offen, wer Xhaka (Rot-Sperre) und Dahoud (Schnittverletzung an der Hand) nun ersetzt. Sicher ist, dass Havard Nordtveit wieder dort spielen wird, an seiner Seite könnten sowohl Marvin Schulz, der schon in der Vorbereitung auf dieser Position zum Einsatz kam, als auch Lars Stindl spielen.

Wieder dabei sind Thorgan Hazard nach überstandener Ohrenentzündung und Fabian Johnson, den eine Wadenprellung am Dienstag bremste. Auch Jonas Hofmann steht zur Verfügung. Während auf Hofmann wohl zunächst wieder die Bank wartet, stehen die Chancen bei Neuzugang Martin Hinteregger nicht schlecht, dass er morgen von Beginn an auflaufen könnte. Denn im Spiel gegen den BVB wirkte Nico Elvedi zeitweise überfordert. „Natürlich ist Martin eine Option, er ist in dieser Woche wieder ein Stück näher heran gerückt“, verriet Schubert.

Gleiches gilt auch für Martin Stranzl. Der Österreicher, der im vergangenen Jahr von vielen Verletzungen zurückgeworfen wurde, braucht allerdings noch Zeit, um wieder die nötige Spritzigkeit zu haben und auch, um sich an die veränderte Spielweise zu gewöhnen. Auf die Frage eines Journalisten, ob Stranzl vielleicht nicht der richtige Mann für die veränderte Spielweise wäre, reagierte Schubert nur mit einem entschiedenen Kopfschütteln. „Das ist völliger Quatsch. Ich werde ihn aber nicht bringen, wenn er noch nicht soweit ist. Er ist 35 Jahre, da braucht es seine Zeit, um wieder topfit zu sein. Aber wenn er wieder die Verfassung von vor einem Jahr erreicht, dass ist er ein absoluter Topspieler, einer der besten Zweikämpfer der Liga, dann spielt er auch. Punkt!“ Jedoch machte Schubert auch deutlich, dass er nicht plane, im Falle einer Rückkehr von Stranzl Andreas Christensen von halbrechts auf halblinks zu setzen.

Somit könnte für morgen das Duo Christensen/Hinteregger auflaufen, um in Mainz die ersten Punkte der Rückrunde zu holen. Dabei dürfen aber nicht solch gravierende Fehler passieren, wie gegen den BVB, der die Gladbacher Ballverluste konsequent ausnutzen. „Auch Mainz schaltet schnell um. Sie haben ein laufstarkes Mittelfeld, machen die Räume sehr eng und sind vor allem im Zentrum physisch enorm stark“, analysierte Schubert den kommenden Gegner. Allerdings blieb auch ihm nicht verborgen, dass die Hessen seit drei Spieltagen nicht mehr getroffen haben und am ersten Spieltag der Rückrunde in Ingolstadt am Ende mit leeren Händen da standen.

(Report Anzeigenblatt)