| 14.42 Uhr

Der unvollendete Abschied

Mönchengladbach. Es sollte die Krönung einer tollen Saison werden, doch das Happy End blieb der U23 von Borussia Mönchengladbach verwehrt. Nach Verlängerung musste man sich der U23 von Werder Bremen geschlagen geben. Auch Sven Demandt hätte sich einen anderen Abschied gewünscht. Von David Friederichs

Sven Demandt war die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben, seine Jungs lagen auf dem Rasen, die ein oder andere Träne floss. „Es nimmt mich mit die Jungs weinen zu sehen. Aber wo es einen Sieger gibt, muss es leider auch einen Verlierer geben“, sagt der scheidende Coach nach seinem letzten Spiel an der Seitenlinie von Borussias U 23.

10 217 Zuschauer hatten im Borussia-Park für eine tolle Stimmung gesorgt, die die jungen Borussen auch zu beflügeln schien. Doch auch beste Möglichkeiten blieben in 120 Minuten ungenutzt. Nicht dass die Bremer sich schlecht präsentierten, auch sie hatten Chancen, doch die Borussen waren die gefährlichere Mannschaft. Alleine Giuseppe Pisano hatte drei Großchancen, doch der Ball wollte nicht über die Linie. Besonders mit seiner ersten Chance nach fünf Minuten, als er frei an Bremens Keeper Tobias Duffner scheiterte, haderte er. „Wenn ich den mache, bin ich der Held. So bin ich der Depp“, so die selbstkritischen Worte des Stürmers. So war es eine Standardsituation in der zweiten Halbzeit der Verlängerung, die die Bremer durch Patrick Mainka zur Führung nutzen, Levent Aycicek machte zwei Minuten vor dem Ende schließlich alles klar.

Borussia ist damit genau, wie die Offenbacher Kickers, als Meister der Regionalliga nicht in die Dritte Liga aufgestiegen. Die Regionalliga ist die einzige Klasse im deutschen Fußball wo der Meister nicht sofort den Aufstieg schafft sondern noch den Umweg Aufstiegsspiele nehmen muss, da maximal drei Teams in die Dritte Liga aufsteigen können.

(StadtSpiegel)
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