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Lucien Favre hat seine Liebe zur Rotation in dieser Hinserie neu entdeckt - Wechselspiel gerade in der Offensive
Erfolgsgeheimnis heißt Rotation

Lucien Favre hat seine Liebe zur Rotation in dieser Hinserie neu entdeckt - Wechselspiel gerade in der Offensive: Erfolgsgeheimnis heißt Rotation
Thorgan Hazard und Patrick Herrmann rotierten in der Hinserie viel auf der Außenbahn. Durch den Ausfall von André Hahn und Ibrahima Traoré sind beide zu Beginn der Rückrunde allerdings erste Wahl. FOTO: Getty Images
Mönchengladbach (df). Ein Geheimnis der starken Vorrunde von Borussia Mönchengladbach war die Breite des Kaders. Dabei wechselte Lucien Favre munter durch. Von David Friederichs

Lucien Favre galt vor dieser Saison nicht gerade als Freund großer Rotationen. Was allerdings weniger am Prinzip der Rotation lag, sondern eher daran, dass ihm in den vergangenen Spielzeiten das entsprechende Spielermaterial nicht zur Verfügung stand. Doch in dieser Saison hat der Schweizer Freude daran gefunden, insbesondere in der Offensive. Während in der Defensive meist nur bei verletzungsbedingten Ausfällen reagiert wurde, wechselte Favre bei seinen Offensivakteuren munter durch. André Hahn, Ibrahima Traoré, Patrick Herrmann oder auch Thorgan Hazard rotierten auf den Außenbahnen, im Sturm bekam neben Max Kruse und Raffael auch Branimir Hrgota viel Spielzeit. Ein Qualitätsverlust war trotz der munteren Wechselspielchen selten zu erkennen.

Dennoch war es nicht zu vermeiden, dass am Ende der Hinrunde nach insgesamt 27 Spielen und fast ausschließlich englischen Wochen, die Akkus der Borussen Profis leer waren. Dies zeigte sich insbesondere zum Abschluss beim FC Augsburg. Schließlich griff Favre keinesfalls auf alle Spieler seines 26 Mann zählenden Kaders zurück. Marlon Ritter, Nico Brandenburger und Marvin Schulz waren zumeist bei der U23 im Einsatz, Filip Daems schaffte ebenso wie die beiden Ersatztorhüter Christopfer Heimeroth und Janis Blaswich keine Einsatzminute. Zieht man diese sechs Spieler ab, bleiben noch 20 Akteure, die den Kraftakt Hinrunde unter sich aufgeteilt haben.

Zum Rückrundenstart werden nun auch zwei dieser 20 definitiv ausfallen. Ibrahima Traoré (Afrika-Cup) und André Hahn (Achillessehnenentzündung) werden die ersten Spiele verpassen. Die Hoffnung auf einige baldige Rückkehr ist angesichts des Auftaktprogramms nachzuvollziehen. Zehn Spiele innerhalb von nur fünf Wochen gilt es zu absolvieren, darunter auch die Spiele im Sechzehntelfinale der Europa League gegen den FC Sevilla und das Pokal Achtelfinale bei Kickers Offenbach.

(Report Anzeigenblatt)
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