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Borussia Mönchengladbach unterliegt trotz optischer Überlegenheit Schalke mit 0:1
Keine Lösungen gefunden

Borussia Mönchengladbach unterliegt trotz optischer Überlegenheit Schalke mit 0:1: Keine Lösungen gefunden
Raffael leitete mit seinem Ballverlust den Gegentreffer am Freitag auf Schalke ein. Auch insgesamt blieb er blass. FOTO: Getty Images
Gelsenkirchen (df). Nach zwei 1:0-Erfolgen zum Rückrundenauftakt musste sich Borussia Mönchengladbach am Freitag mit dem gleichen Ergebnis dem FC Schalke 04 geschlagen geben. Die Lehre des Spiels: viel Ballbesitz bedeutet nicht automatisch auch ein Plus an Chancen, wenn der Zug zum Tor fehlt. Von David Friederichs

Lucien Favre ist selten ein Mann vieler Worte. Und viele brauchte er am Freitag auch nicht, um die Niederlage bei Schalke 04 auf den Punkt zu bringen. „Wir haben das Spiel insgesamt kontrolliert und hatten viel Ballbesitz. Aber das ist manchmal zu wenig, um zu gewinnen. Schalke hat gut defensiv gespielt, da war es sehr schwer, die Lücke zu finden. Uns hat vorn die Power gefehlt“, kommentierte der Schweizer den Auftritt seiner Mannschaft. Aussagen, die auch die Statistik belegte. 65 Prozent Ballbesitz hatte der VfL, und trotzdem kamen dabei nur acht Torschüsse heraus. Wirklich gefährlich waren davon allerdings nur der Versuch von Granit Xhaka in der ersten Hälfte und der des eingewechselten Ibrahima Traoré. Doch in beiden Fällen hatte der gerade einmal 19-jährige Timon Wellenreuther, eigentlich Torhüter der zweiten Mannschaft der Schalker, keine große Mühe.

Der Spielverlauf hatte den Schalkern früh in die Karten gespielt. Nach zehn Minuten hatte Tranquillo Barnetta nach einem Ballverlust des erstmals in der Rückrunde in der Startelf stehenden Raffael am eigenen Sechzehner, eine maßgenaue Flanke von Kevin-Prince Boateng aus fünf Metern verwertet. Im Anschluss konnte Roberto di Mateo seine Defensiv-Taktik weiter verfolgen. Mit einer tief stehenden Fünferkette und drei davor abräumenden defensiven Mittelfeldspielern machte S 04 die Räume geschickt eng. Die Borussia versuchte es mit vielen Kurzpässen, die allerdings in vorderster Front keine Abnehmer fanden. Immer wieder musste der Weg hinter herum gesucht werden. „Wir hätten sicherlich mehr über die Flügel spielen und es mit Flanken versuchen sollen“, gestand Tony Jantschke, mit 134 Ballkontakten aktivster Spieler der Borussia, nach dem Spiel.

(Report Anzeigenblatt)