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Nach dem bitteren Aus in der Europa League wartet heute schon der SC Paderborn
Mentale Stärke ist gefragt

Nach dem bitteren Aus in der Europa League wartet heute schon der SC Paderborn: Mentale Stärke ist gefragt
Mit gesenkten Köpfen schlichen die Borussen am Donnerstag vom Platz. Trotz klarer Überlegenheit reichte es nicht für das Weiterkommen in der Europa League. FOTO: Getty Images
Mönchengladbach (df). Lange Zeit, um über das Aus in der Europa League nachzudenken, bleibt den Spielern von Borussia Mönchengladbach nicht. Denn schon heute wartet mit dem SC Paderborn (15.30 Uhr) wieder der Liga-Alltag. Im Kampf um die internationalen Plätze ist ein Sieg enorm wichtig. Von David Friederichs

Mit gesenkten Köpfen machten sich die Spieler der Borussia auf ihre Ehrenrunde. Auch die lauten Sprechchöre der Fans, die über 90 Minuten ebenso leidenschaftlich für Stimmung gesorgt hatten wie die Spieler auf dem Platz, konnten die Mienen nicht wirklich erhellen. Allen war bewusst, dass man den Titelverteidiger aus Sevilla fast über 90 Minuten in die eigene Hälfte gedrückt hatte, die Spanier allerdings kleine Fehler gnadenlos bestraften. Ein nicht gegebener Elfmeter, die Gelb-Rote Karte gegen Granit Xhaka und das Aluminium hatten ihr übriges dazugetan, um aus einer erhofften magischen Nacht ein bitteres Ausscheiden zu machen.

Entsprechend war Lucien Favre in den vergangenen beiden Tagen mehr als Psychologe statt als Taktiker gefragt. Denn sich mental auf den Liga-Alltag gegen den SC Paderborn einzustellen, ist alles andere als einfach. Sicherlich wird Favre gegen die Mannschaft von André Breitenreiter zur Rotation greifen. Spieler wie André Hahn, Julian Korb, Ibrahima Traoré oder auch Branimir Hrgota könnten wieder in die Startformation rutschen.

Und doch müssen die Spieler stark sein im Kopf, das Aus gegen Sevilla, so bitter es war, schnell aus den Köpfen verbannen. Schließlich stehen nicht nur in der Liga wichtige Spiele an, am kommenden Dienstag geht es im DFB-Pokal-Achtelfinale zu den Offenbacher Kickers. Zunächst gilt aber die volle Konzentration den Ostwestfalen. Erst vier Punkte konnten die Paderborner nach der Winterpause holen und rutschten damit in der Tabelle bis auf Rang 15 ab. Insbesondere die Defensive hat im neuen Jahr so ihre Probleme. 15 Gegentore in fünf Spielen sind dafür ein deutlicher Beweis. Von der Form der Hinrunde, als man gerade zu Beginn für Furore sorgte, ist man momentan weit entfernt. Dennoch darf man den SC Paderborn keinesfalls auf die leichte Schulter nehmen. Denn die vier Punkte in der Hinrunde sammelte man ausschließlich auf des Gegners Platz. In Köln reichte es zu einem torlosen Unentschieden, bei den heimstarken Hannoveranern siegte der SC mit 2:1.

(Report Anzeigenblatt)