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Nordtveits Entscheidung und die Folgen

Nordtveits Entscheidung und die Folgen
Havard Nordtveit wechselt nach fünfeinhalb Jahren bei der Borussia nach Engeland. FOTO: Getty Images
Mönchengladbach (df). Jetzt ist es endlich raus. Havard Nordveit wird seine auslaufenden Vertrag nicht verlängern und aller Voraussicht nach zu West Ham United wechseln. Eine Entscheidung, die Folgen hat. Von David Friederichs

Havard Nordtveit war immer ein Spieler, auf den man sich verlassen konnte. Auch wenn er zeitweise in der zweiten Reihe stand, der Norweger war immer zur Stelle, wenn er gebraucht wurde. Unter André Schubert erlebte er nochmals eine neue Wertschätzung. „Wenn Havard fit ist, dann finden wir immer einen Platz für ihn“, hatte Schubert zu Beginn der Rückrunde gesagt. Und tatsächlich, seit dem elften Spieltag stand er immer in der Startelf, meist im Abwehrzentrum, auch auch im zentralen defensiven Mittelfeld oder als rechter Verteidiger. Polyvalent hatte Ex-Coach Lucien Favre solche Spieler genannte. Nach fünfeinhalb Jahren aber ist nun Schluss - und Max Eberl muss sich auf die Suche nach einem neuen Defensivallrounder machen. Dass Eberl über die vergangenen Monate alles versuchte, um Nodtveit zu halten, war aus mehreren Gründen nachvollziehbar. Schließlich sind gerade die zentralen Mittelfeldspieler der Borussia heiß begehrt. Granit Xhaka wird immer wieder mit Offerten aus England in Verbindung gebracht. Durch den neuen TV-Vertrag sind Ablösesummer von rund 50 Millionen Euro kein Hindernis. Und auch Mo Dahoud ist bereits in den Fokus mehrerer nationaler und internationaler Klubs geraten. Während man bei Xhaka durchaus Sorgen haben darf, ob er auch in der kommenden Saison in Mönchengladbach spielt, scheint bei Dahoud ein Verbleib „vorerst“ sicher. Das Xahak-Loch hätte kurzfristig Allrounder Nordtveit jederzeit ausfüllen können, nun aber muss Eberl Alternativen suchen - und die könnten alles andere als günstig werden.

Auf der anderen Seite hat sich Borussia zu einer Adresse entwickelt, die für viele, insbesondere junge talentierte Spieler. Also selbst wenn neben Nordtveit auch Xhaka seine Zelte am Niederrhein abbrechen sollte, Max Eberl wird Alternativen finden.

(StadtSpiegel)