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Offensivspektakel gegen Bayer Leverkusen?

Offensivspektakel gegen Bayer Leverkusen?
Mickael Cuisance könnte auch heute Abend wieder in der Startelf stehen. In der Bundesliga-Partie gegen Bayer Leverkusen zahlte er nach der Pause viel Lehrgeld. FOTO: Getty Images
Mönchengladbach (df). Mit dem Pokalspiel gegen Bayer Leverkusen heute Abend (18.30 Uhr) geht das Fußballjahr für Borussia Mönchengladbach zu Ende. Da beide Teams ihre Stärken in der Offensive haben, darf man durchaus ein Offensivspektakel erwarten. Von David Friederichs

An das Spiel gegen Bayer Leverkusen vor ziemlich genau zwei Monaten werden Borussias Fans sicherlich mit gemischten Gefühlen zurückdenken. Da war zum einen die erste Hälfte, vielleicht die beste der ganzen Saison, in der es der VfL aber verpasste, mehr als nur die 1:0-Führung herauszuspielen. Zum anderen kamen anschließend die zweiten 45 Minuten, in der Leverkusen die Fehler der Borussia gnadenlos bestrafte und zeigte, welch hohe Qualität im Kader der Werkself steckt. „Wenn man ihnen diese Räume gibt, dann sind sie aktuell eine der besten Mannschaften in der Bundesliga“, sagt auch Dieter Hecking. Eine junge Doppelsechs mit Denis Zakaria und Mickael Cuisance hatte Hecking vor zwei Monaten aufs Feld geschickt, beide wollten einfach zu viel und luden mit ihren Ballverlusten die Werkself zum Kontern ein. „Das war für beide ein Lernprozess - ein wichtiger“, betont Hecking rückblickend. Und genau diese beiden könnten auch heute wieder auf dem Platz stehen. Christoph Kramer fällt mit Problemen im Schulter- und Nackenbereich weiter aus, Hecking wird sich zwischen Cuisance und Reece Oxford, der gegen den HSV ebenfalls zu überzeugen wusste, entschieden müssen. Doch das wird nicht die einzige Entscheidung sein, die Hecking bevorsteht. Neben den Langzeitverletzten stehen auch hinter Nico Elvedi und Raffael noch Fragezeichen. Eine Entscheidung wird hier erst kurzfristig fallen. „Diese beiden Ausfälle würden uns schon weh tun“, so Hecking. Gut möglich also, dass der Fußballlehrer wieder als Improvisateur gebraucht wird.

Ungeachtet der Ausfälle ist das Ziel „Viertelfinale“ aber klar definiert. Dafür braucht es auch die Unterstützung der Fans. Nach der Kritik von Max Eberl am Freitag erhielt dieser viel Zuspruch. Daher hofft Dieter Hecking, dass der Zusammenhalt von Fans und Mannschaft spürbar wird: „Wir müssen versuchen, die Stimmung vom Platz auf die Tribüne zu übertragen, aber wenn es einmal nicht läuft, bauchen wir auch die Rückendeckung von den Rängen.“

Immerhin 48 000 Zuschauer werden heute trotz der frühen Anstoßzeit im Stadion sein. Und die dürfen Hoffnung zumindest aus der Statistik schöpfen. Alle vier Pokalheimspiel gegen Bayer Leverkusen konnte der VfL siegreich gestalten, zweimal ging es ins Elfmeterschießen, einmal setzte sich Borussia nach Verlängerung durch. Unvergessen dabei sicherlich das Halbfinale 1992, als Uwe Kamps im Elfmeterschießen alle vier Versuche der Leverkusener abwehren konnte und der VfL ins Finale einzog.

(StadtSpiegel)