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Stindl-Sperre: Stelle zu besetzen

Stindl-Sperre: Stelle zu besetzen
Beerbt Thorgan Hazard Lars Stindl als zweite Sturmspitze? Oder kommt doch Branimir Hrgota zum Einsatz? Die Antwort gibt es erst am Sonntag. FOTO: Getty Images
Mönchengladbach. Wenn am kommenden Sonntag der Anpfiff in Augsburg ertönt, wird Lars Stindl erstmals seit dem fünften Spieltag in der Startelf fehlen. Während er damals in Köln nicht berücksichtigt wurde, ist er nun wegen seiner fünften gelben Karte gesperrt. Somit ist die Stelle neben Raffael neu zu besetzen. Von David Friederichs

Außerhalb des Spielfeld würde man Lars Stindl als "guten Typ" bezeichnen. Keineswegs abgehoben, immer freundlich und meist mit einem Lächeln auf den Lippen zu sehen. Auf dem Platz aber kann er auch anders. Das zeigte er auch am letzten Samstag im Derby gegen Köln. Nach einem Schubser von Kölns Abwehrspieler Dominic Maroh kurz nach Wiederanpfiff, baute sich Stindl vor seinem Gegenspieler auf und zeigte deutlich, was er von dessen Aktion hielt. Allerdings machte das auch Schiedsrichter Knut Kircher, der Maroh und Stindl verwarnte. Für den Gladbacher Stürmer war es die fünfte Gelbe dieser Saison, gleichbedeutend mit einer Woche Pause.
Somit hat Trainer André Schubert die Aufgabe, die Stelle an der Seite von Raffael neu zu besetzten. Bis auf das Auswärtsspiel in Leverkusen hatte Schubert immer Stindl und Raffael das Vertrauen geschenkt, jetzt ist er zum Umdenken gezwungen. Optionen dafür sind Thogan Hazard und Branimir Hrgota.
Hazad hat sich in der Rückrunde in die erste Elf gespielt und insbesondere gegen Bremen und Köln starke Leistungen auf der Außenbahn angeboten. Dennoch fühlt er sich im Zentrum wohler. Dies könnte er nun in Augsburg unter Beweis stellen. Für die Position auf Außen kommen mit Ibrahima Traoré, Jonas Hofmann und dem gegen Köln erstmals wieder im Kader gestandenen Patrick Herrmann gleich drei Optionen in Frage.
Entscheidet sich Schubert für Hrgota in der ersten Elf, könnte er ansonsten an der Aufstellung des Köln-Spiels festhalten. Für Hrgota, der in dieser Saison noch nicht von Beginn an ran durfte, wäre es sicherlich auch ein wichtiges Zeichen. Schließlich wurde er in vier der fünf Rückrundenspiele eingewechselt, wenn auch meist nur für die letzten Minuten. Nach der Leihe von Josip Drmic nach Hamburg ist Hrgota wieder zum Stürmer Nummer drei aufgestiegen.