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„Wir müssen cool bleiben“

„Wir müssen cool bleiben“
Im Hinspiel traf Oscar Wendt in Berlin zum frühen 1:0. Am Sonntag dürfte er gegen die Hertha nach überstandener Verletzung wieder ins Team zurückkehren. FOTO: Getty Images
Mönchengladbach. Wenn Borussia Mönchengladbach noch einmal in den Kampf um Platz drei eingreifen will, muss am Sonntag ein Sieg im direkten Duell gegen das Überraschungsteam von Hertha BSC Berlin her. Allerdings fällt mir Raffael Borussias wichtigster Mann in der Offensive aus. Dafür gibt es von anderer Stelle positive Nachrichten. Von David Friederichs

Es wäre fast schon einem medizinischen Wunder gleichgekommen, hätte Raffael am Sonntag gegen seinen Ex-Klub auflaufen können. Zwar hatte sich selbst Berlins Trainer Pal Dardai gewünscht, dass Borussias Brasilianer fit werden würde, ganz unrecht dürfte es ihm allerdings nicht sein, dass Mönchengladbachs gefährlichste Offensivwaffe fehlen wird. "Natürlich prägt Raffael unser Spiel, aber wir haben viele gute Jungs", weiß Trainer André Schubert. Zwar könne man den Brasilianer in seiner sehr speziellen Spielweise nicht eins zu eins ersetzen, wohl aber würden die Ersatzleute andere Qualitäten mit hinein bringen. Die beste Chance auf einen Platz an der Seite von Lars Stindl dürfte dabei Thorgan Hazard haben, dafür könnte Patrick Herrmann erstmals von Beginn an auflaufen.

Doch gibt es nicht nur schlechte Nachrichten vor dem so wichtigen Spiel gegen die "Alte Dame".Schließlich stehen mit Martin Stranzl, Tony Jantschke und insbesondere Oscar Wendt wieder drei zuvor verletzte Spieler wieder zur Verfügung. Die größten Chancen auf einen Einsatz von Beginn an darf sich dabei sicherlich Wendt machen, der nach überstandenem Muskelfaserriss die Länderspielpause genutzt hat, um wieder von Beginn an die linke Seite zu bearbeiten.

Bei Borussia erinnert man sich gerne an das Hinspiel, als es einen überzeugenden 4:1-Erfolg gab. Damals konnte man nicht davon ausgehen, dass die Berliner auch im Rückspiel noch um die Champions League Plätze kämpfen würden. In den letzten Spielen wird es aber bei allen Teams des oberen Drittels darauf ankommen, die Nerven zu behalten. "Wir müssen cool bleiben", sagt daher Schubert. Sportdirektor Max Eberl ist davon überzeugt, dass das Team alles versuchen wird, um das Spiel gegn Berlin zu gewinnen und blickt schon auf die folgenden Partien. "Es ist doch schön, dass wir noch über Europa reden dürfen. Es werden noch interessante letzte Spiele." Was dabei dann herauskommt, hängt sicher auch vom Ergebnis am Sonntag ab.