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13. Classic Days – das Konzept brummt!

13. Classic Days – das Konzept brummt!
Das Classic-Days-Veranstalter-Team will ein möglichst breites Publikum abholen: Gabriele Triesch, Rüdiger König, Marcus Herfort, Jens Spanjer von der Stiftung Schloss Dyck sowie Norbert Freiberg. FOTO: Andreas Baum
Jüchen. Für Oldtimer-Fans sind die Classic Days am Schloss Dyck längst ein Muss. Ob todschicke Bentleys aus GB oder „roughe“ Rennwagen aus den U.S.A. – hier sieht man sie alle! Doch die Veranstalter wollen nicht nur die „Szene“ abholen. Für sie sind die Classic Days ein Familienevent. Wie das alle glücklich machen soll – hier das Erfolgsrezept. Von Petra Käding

Der Anblick und Sound des legendären Ford Mustangs aus dem Film „Bullit“ sollte nicht nur bei Oldtimerkennern für einen Adrenalinkick sorgen. Auch Filmfans bekommen garantiert feuchte Augen. Es ist, als käme Steve Mc Queen gleich um die Ecke. Die Ü-40-Leser erinnern sich. Und bekommen möglicherweise Lust auf die Classic Days.

Für die Jüngeren wird natürlich auch etwas „Standesgemäßes“ aufgefahren: der Ford Mustang Eleanor, mit dem Nicolas Cage durch den Film „Nur noch 60 Sekunden“ braust. Ist das Argument stark genug für die Classic Days? Erst mal sehen, was es noch gibt.

Da wären historische Wohnwagen-Gespanne für Camping-Anhänger. Für die älteren Semester Fahrzeuge aus Wirtschaftswunderzeiten wie das Rollermobil BMW Isetta. Und für Automotorsportfans die Tourenwagen Classics. Obwohl: Rennen wird nicht gefahren bei den Classic Days. „Es geht ja darum, einen Eindruck zu bekommen, wie die Autos sich bewegen“, so Rüdiger König. Verstanden: „Wie“, aber eben nicht „wie schnell“ - der Weg als Ziel ist auch eine Philosophie.

Noch nicht überzeugt? Dann müssen wohl „weibliche“ Attraktionen her. Mode geht immer, oder? Und Picknick. Also: Picknickshow vor historischen Fahrzeugen gefällig – mit Besitzern in „Zeitreise-Outfit“ zu Grammophonmusik flanierend, Hütchen tragend und Perlwein schlürfend? Schick und gut! Aber sehen allein ist natürlich nur der halbe Spaß. Gesehen werden – das ist es! Und – wie sollte es anders sein – die Veranstalter haben auch daran gedacht. So kündigt Marcus Herfort an: „Wir wollen in diesem Jahr dazu animieren, dass die Damen Mut zum Hut beweisen. Der schönste Hut wird zum Schluss prämiert!“

Für die, die sich immer noch nicht abgeholt fühlen, wird der Promi-Joker gezogen: Ein paar „alte Hasen“ aus dem Autorennsport haben sich angekündigt: Walter Röhrl, Klaus Ludwig und Jochen Mass.

Und einen Trost für alle, die Anfang August im Urlaub sind oder anderweitige unverschiebbare Termine haben, gibt es auch: Die Classic Days kommen wieder. Der Vertrag für die nächsten drei Jahre ist in trockenen Tüchern.

(Report Anzeigenblatt)