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Ü-50 und Lust auf Musik

Venn/Hardt. Zusammen abrocken und dabei was lernen: Die Musikschule Riethmacher & Partner startete im Januar ein neues Bandprojekt für Junggebliebene ab 50 Jahren. Von Simone Krakau

60er- und 80er-Jahre Rock, Jazz, Folk, Weltmusik und fetziger Schlager – bei dem Bandprojekt „50+“ stimmt die musikalische Bandbreite. Gestartet ist das Projekt der Musikschule Riethmacher & Partner für Junggebliebene ab 50 Jahren, die gerne in der Gruppe Musik machen wollen, zu Beginn diesen Jahres. Mittlerweile treffen sich insgesamt zehn Teilnehmer in drei Bands im Zwei-Wochen-Takt und machen 90 Minuten lang die Musik, die ihnen gefällt.

Dabei sind musikalische Erfahrung und Wissen keine Voraussetzung. „Ob ohne Vorkenntnisse oder mit musikalischer Ausbildung – Hauptsache ist, dass die Teilnehmer Spaß am gemeinsamen musizieren haben und so richtig motiviert sind“, betont Elmar Stolte, Leiter der Musikschule und des Bandprojekts. Auch das Alter spiele keine Rolle – Hauptsache Ü-50.

Mit den Teilnehmern erarbeitet Stolte dann gemeinsam die Herangehensweise an die einzelnen Musikstücke – jeder könne dabei seine Ideen mit einfließen lassen. „Wir versuchen hier alle in einen Pott zu bekommen. Alle, egal welches musikalische Niveau vorhanden ist, sollen sich weiterentwickeln“, sagt Stolte.

Neben dem Spaß verspreche der „Bandunterricht“ auch die Sicherung und Fortbildung in den technischen Fähigkeiten am Instrument und auch die Vertiefung in die Musiktheorie. Reicht den Hobby-Musikern die Bandprobe mal nicht aus, kann Einzelunterricht jederzeit dazu gebucht werden. Derzeit bestehen die einzelnen Gruppen aus je drei bis vier Teilnehmern. Das solle sich aber in Zukunft ändern. „Wir freuen uns über jeden Gleichgesinnten. Ob am Keyboard, der Gitarre, am Bass, Schlagzeug oder auch für den Gesang – das ist ganz egal“, betont Stolte.

Da das Bandprojekt noch ziemlich frisch sei und noch in Kinderschuhen stecke, wisse Stolte noch nicht ganz genau, was am Ende dabei herauskomme. „Wenn die Teilnehmer Interesse daran haben ihr Können auf der Bühne vor einem Publikum zu präsentieren, werden wir definitiv Auftritte mit einplanen“, so Stolte. „Wenn es gut läuft, könnte ich mir auch vorstellen einen Tonträger aufzunehmen.“

(Report Anzeigenblatt)