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„Boxenstopp“ an 23 Grundschulen

Mönchengladbach (sk). Der Rotary Club Mönchengladbach berichtet in einer Info-Veranstaltung über die bisherigen Ergebnisse und Erfolge zum Anti-Gewalt-Projekt „Boxenstopp”. Von Simone Krakau

Gewalt kann leider auch schon an Grundschulen ein Thema sein. Um das soziale Klima an diesen nachhaltig zu verbessern und die Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Bildung zu schaffen, wird seit Ende 2013/Anfang 2014 an 23 von 37 Grundschulen in Mönchengladbach ein Anti-Gewalt- und Konfliktlösungstraining angeboten. Etwa 6 600 Grundschüler, 10 000 Eltern und 600 Lehrer oder Betreuer machen bei dem Projekt „Boxenstopp“ mit. Im Rahmen dessen vermittelt Sybille Wanders, Pädagogische Leiterin vom Gewaltfrei Lernen e. V. den Grundschülern in ihrem Trainingskonzept Teamwork, bewegungsreiches Reaktionstraining sowie eine sinnvolle Konfliktbewältigung.

Der Rotary Club Mönchengladbach machte die Umsetzung des Projekts in unserer Stadt 2013 aber erst möglich. Sie schafften es, 24 lokale Unternehmen zu gewinnen, die das Projekt finanziell unterstützen. Mit einem Spendenvolumen von über 200 000 Euro hat sich das Projekt nun zum größten seiner Art in Deutschland entwickelt. Schulamtsdirektorin der Stadt Mönchengladbach, Ursula Schreurs-Dewies, hofft, dass das Projekt auch weiterhin so erfolgreich geführt werden kann. „Bisher haben wir Erfolge mit dem Projekt feiern können. Jetzt ist es an der Zeit, die Erfolgsgeschichte weiter zu schreiben und auf der Erfolgsspur zu bleiben”, so Schreurs-Dewies.

Die Pädagogische Leiterin Wanders hofft, dass das Projekt sich an den Mönchengladbacher Schulen als nachhaltig erweist. „Wichtig ist, dass auch die Lehrer mit den Schülern die Übungen durchführen, wenn ich nicht vor Ort bin. Das prägt die Kinder und sie bleiben am Ball.”

Zuletzt schickten die 54 involvierten Rotarier einen Fragebogen an die teilnehmenden Grundschulen heraus, um von den Erfolgen oder Misserfolgen der einzelnen Schulen zu erfahren. Konfliktsituationen und Mobbing seien zurückgegangen und auch sonst habe sich das soziale Verhalten der Schüler positiv entwickelt. „Über die durchweg sehr positiven Ergebnisse haben wir uns sehr gefreut. Es zeigt, dass es von Notwendigkeit ist, dieses Projekt langfristig anzulegen”, betont Dr. Johannes Grossmann, Past-Präsident und Projektverwantwortlicher des Rotary Club. Doch für die Rotarier ist es nicht möglich, in Zukunft komplett für das Projekt aufzukommen. Deshalb sind derzeit gemeinsame Benefizveranstaltungen mit den Schulen im Gespräch, um das Projekt weiterzuführen und Grundschülern „Gewaltfrei lernen” zu ermöglichen.

(Report Anzeigenblatt)
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