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„Die da“ lieferten Show der Extraklasse

Die fantastischen Vier im Sparkassenpark Mönchengladbach
Die fantastischen Vier im Sparkassenpark Mönchengladbach FOTO: Andreas Baum
Mönchengladbach. Perfektes Open Air-Wetter, ein pickepacke-voller Sparkassenpark und vier Sprechgesangs-Legenden in prächtiger Spiellaune: Das Konzert der Fantastischen Vier vor über 10.500 Fans dürfte als eins der Highlights in den diesjährgen Konzertsommer in der Vitusstadt eingehen. Von Jan Finken

Mit dem Song "25 Years", der schon jetzt das Zeug zum absoluten Klassiker in der an Hits gewiss nicht armen Historie der "Fantas" hat, begannen Smudo, Thomas D., Michi Beck und And. Ypsilon ihr zweistündige Show. Schon 2011 hatten die vier Stuttgarter bei ihrem ersten Auftritt in Mönchengladbach für Begeisterung gesorgt, entsprechend fühlten sie sich im Gladbacher Hockey-Stadion schnell wieder wie zu Hause und animieren ihre "Gladbach-People" zum Mittanzen, Mitsingen und Kopfnicken. Angereist waren die Fantastischen Vier übrigens auf eigene Faust: Smudo besitzt seit Jahren den Pilotenschein und nutzt die aktuelle Tour der Band, selbst zum Steuerknüppel einer kleinen Propellermaschine zu greifen und mit seinen Bandkollegen von Auftrittsort zu Auftrittsort zu bringen. Am Vorabend standen die "Fantas" noch beim Gurtenfestival in Bern auf der Bühne, nach Gladbach ging es nach Osnabrück und Ulm.

Bestritt das Quartett den ersten Teil des Konzerts in Sparkassenpark überwiegend mit Songs vom aktuellen Album "Rekord", so kamen im zweiten Durchgang alle langjährigen Fans und diejenigen, die auf die großen Hits der Band warteten, auf ihre Kosten. "Der Picknicker", "Tag am Meer", "Sie ist weg", "MfG": Kaum einen, den es bei der energiegeladenen Performance der "Mittvierziger" noch auf den Sitz hielt. Gewohnt oberkörperfrei performte Thomas D. "Krieger", der laut eigener Aussage bandintern hart kämpfen musste, um den Song zu spielen, mit dem alles begann: Die Fans in Mönchengladbach dankten es ihm, indem sie jede Zeile von "Die da" mitsangen. Für jeden Besucher dürfte das letzte Lied auch in Zukunft das Motto sein: Sie bleiben den Fantastischen Vier "troy".

(StadtSpiegel)