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„Frööstök bee Kellermanns“ am 24. Januar um 20 Uhr im Theater im Gründungshaus Eicken
„Frööstök“ mit Kaffee, Ei und Witz

„Frööstök bee Kellermanns“ am 24. Januar um 20 Uhr im Theater im Gründungshaus Eicken: „Frööstök“ mit Kaffee, Ei und Witz
Szenen einer Ehe: Rudi und Lotte beim sonntäglichen Frühstück und den ganz normalen Problemen. FOTO: Volksbühne Viersen
Mönchengladbach (bs). Am 24. Januar, 20 Uhr, lohnt sich ein Besuch im Eickener TiG, wo die Volksbühne Viersen ihr Theaterstück „Frööstök bee Kellermanns“ präsentiert. Ein Zwei-Personen-Stück, das so richtig Spaß macht – und das auf „Platt“! Von Bert Stevens

Ob in Viersen selbst, oder wie neulich in der Rheindahlener Martin- Luther-Gemeindekirche, wo das Mundart-Stück sogar zweimal zur Aufführung gelangte - „Frööstök bee Kellermanns“ , so muss man es einfach ausdrücken, ist ein echt unterhaltsamer Bühnenknaller.

Bernd Schüren (Rudi) und Marlies Sommer (Lotte ) lassen unter der Regie von Waltraud Reimelt in ihren sonntäglichen „Szenen einer Ehe“ keine Pointe aus. Ganz im Gegenteil: die beiden Darsteller sind zwar keine professionellen Schauspieler, doch sie spielen ihre Parts wie eben solche. Bei Kaffee, Brötchen, Ei und einer Konversation, die beim Publikum durch einen gelungenen Wortwitz und feinste Komik viele Schmunzler und Lacher hervorruft, hinterlässt das Stück beim Zuschauer aber auch eine gewisse Nachdenklichkeit.

Zum Stück selbst: Sonntagmorgen, das Ehepaar betritt die Küche, der Frühstücktisch ist bereits gedeckt – für drei Personen. Doch das dritte Gedeck bleibt unberührt, denn Tochter Bärbel ist über Nacht nicht heim gekommen, was bei Vater Kellermann eine großen Ärger hervorruft. Übelst gelaunt beklagt er die „Erziehungsversäumnisse“, während Ehefrau Lotte alles als „ganz normal“ und der heutigen Zeit entsprechend ansieht. Natürlich bleibt es nicht lange und nicht nur bei dieser Thematik. Wie das so ist: ein Wort gibt das andere, eine Thema löst das andere ab, und die Situationen wechseln flugs. Und manch einer der Zuschauer dürfte sich und seinen eigenen „Sonntagsfrühstücksmorgen“ in der Aufführung wiederfinden.

Geschrieben wurde das Stück von Ursula Haucke und von Hilde Götzen in die hiesige Mundart übersetzt.

Karten sind ausschließlich über das TiG in Eicken zu haben. Im Vorverkauf kostet die Karte 10 Euro, an der Abendkasse 12 Euro.

(Report Anzeigenblatt)