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„Geben Sie Kindern eine Stimme“

„Geben Sie Kindern eine Stimme“
Königin Silvia von Schweden trug sich bei der Verleihung des Benediktpreises auch ins Goldene Buch der Stadt ein.
Mönchengladbach (pmg/sp). Königin Silvia von Schweden ist in dieser Woche mit dem Benediktpreis von Mönchengladbach ausgezeichnet worden. „Sie hat für sich soziales Engagement zur Lebensaufgabe gemacht“, sagte Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners. Von der Redaktion

Königin Silvia von Schweden ist am Dienstag in einem Festakt im Haus Erholung für ihr soziales Engagement mit dem Benediktpreis von Mönchengladbach ausgezeichnet worden. Seit vielen Jahren setzt sie sich für die Rechte von Kindern sowie für neuartige Ausbildungskonzepte zur Begleitung und Betreuung dementer Menschen und Angehöriger ein.

Das Kuratorium des Benediktpreis von Mönchengladbach zeichnet insbesondere ihr karitatives Engagement und ihren Einsatz für schwache und gefährdete Menschen an den Rändern unserer Gesellschaft aus. Sie ist unter anderem Schirmherrin von mehr als 60 Wohltätigkeitsorganisationen. „Die heutige Preisträgerin hat für sich soziales Engagement zur Lebensaufgabe gemacht. Es geht um Menschenwürde, um Menschenrechte, auch um Kinderrechte, die manchmal vergessen werden, und auch um Rechte von Menschen, die vor Krieg und Armut fliehen. Zahlreiche ihrer Projekte setzen genau dort an“, betonte Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners bei der Verleihung.

Der seit 1968 verliehene Benediktpreis erinnert an die christlichen Wurzeln Europas. Benedikt von Nursia ist der Schutzpatron Europas. Der nach ihm benannte Preis wird an Persönlichkeiten verliehen, deren wertorientiertes Handeln vor dem Hintergrund der christlichen-abendländischen Erfahrungen in besonderer Weise herausragt. Zuletzt wurde 2014 der langjährige Premierminister Luxemburgs und einer der „Baumeister“ der Europäischen Union, Jean Claude Juncker ausgezeichnet.

Wenige Stunden vor der Preisverleihung besichtigte Königin Silvia von Schweden das Gladbacher Münster.

Laudatorin der Preisverleihung war die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer. „Ihre Arbeit ist ein wunderbares Statement in einer schwierigen Zeit“, sagte sie. „Die Beispielhaftigkeit und Zukunftsfähigkeit in ihrem sozialen Engagement sind die wesentlichen Kriterien für die Verleihung des Benediktpreises. Jedes Kind ohne Zukunftsperspektive bedeutet ein Stück Welt ohne Perspektive“, betonte sie. „Maßgebend für das karitative Lebenswerk von Königin Silvia sind christliche Nächstenliebe, die Achtung der Menschenrechte und das Eintreten für die Bewahrung der Menschenwürde. Mit ihrem selbstlosen Einsatz ist Königin Silvia weit über das Königreich Schweden hinaus ein Vorbild für gelebte soziale Verantwortung“, heißt es in der Begründung zur Verleihung des Benediktpreises.

(Report Anzeigenblatt)