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17. Auflage des Spielarten-Festivals vom 22. bis 28. September in Mönchengladbach
„Kinder sind ein gnadenloses Publikum“

17. Auflage des Spielarten-Festivals vom 22. bis 28. September in Mönchengladbach: „Kinder sind ein gnadenloses Publikum“
Viel Tanz, Musik und Bewegungstheater verspricht das Stück „Flying Cow“ am 28. September. FOTO: H. Gerritsen
Mönchengladbach (df). Zum 17. Mal findet ab dem 22. September das Spielarten-Festival auch in Mönchengladbach statt. Fünf Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche werden noch im BIS und im Haus Westend aufgeführt. Von David Friederichs

Ruhig einem Theater-Stück zuzuhören - was bei Erwachsenen oftmals schon schwierig ist, gestaltet sich bei Kindern als noch komplizierter. „Es gibt kein gnadenloseres Publikum als Kinder“, weiß auch Claudia Übach-Pott. Seit zwölf Jahren organisiert sie das Spielarten-Festival in Mönchengladbach, insgesamt geht das Kinder- und Jugendtheater bereits im 17. Jahr in der Stadt. „Wir wollen die Kinder langsam ans Theater heranführen“, sagte sie. Insgesamt sechs Produktionen der unterschiedlichsten Spielarten finden auch in diesem Jahr im BIS und im Haus Westend statt.

Den Auftakt gab es bereits am 1. September. Erstmals war Mönchengladbach Austragungsort der Auftaktaktveranstaltung des NRW-weiten Festivals, das noch in sieben anderen Städten einen festen Platz im Kulturkalender hat. Die weiteren Veranstaltungen finden zwischen dem 22. und 28. September statt. Los geht es am 22. September (11 Uhr) mit dem Märchen der Bremer Stadtmusikenten (ab 8 Jahre). Das Theater Marabu lässt die Grimm-Erzählung mit ihrem humorvollen Spiel zwischen Märchen und Gegenwart hin und her schwenken. Einen Tag später widmen sich Mini-Art dem sensiblen Thema Demenz. „Wenn ich groß bin, werd ich wieder Kind“ heißt es ab 11 Uhr (ab 7 Jahre). Mit viel Witz und Gespür für das junge Publikum werden Altersunterschiede hier gekonnt aufgebrochen.

Das Agora-Theater zeigt am 24. September, ebenfalls um 11 Uhr, das Stück „Flugversuche“. Für Kinder ab neun Jahren wird die Geschichte von drei Engeln erzählt, die sich nicht mehr darauf beschränken woll, nur zuzusehen sondern Verantwortung zu übernehmen und als Schutzengel zu fungieren.

Der Frage „Was ist typisch Junge, was ist typisch Mädchen?“ geht am 26. September das „teAtmo“ Ensemble im Stück „Als Louisa plötzlich Louis war“ nach (ab 5 Jahre). Hier werden typische Rollenbilder aufgebrochen und am Ende vermischen sich beide sogar miteinander. Das Stück wird nicht im BIS sondern im Jugendclubhaus Westend aufgeführt.

Den Abschluss bildet das Stück „Flying Cow“ am 28. September um 16 Uhr im BIS. Das niederländische Ensemble „de Stilte“ kommt dabei völlig ohne Text aus, sondern begeistert viel mehr mit tollem Bewegungstheater, viel Tanz und Musik.

Der Eintritt beträgt je Veranstaltung sechs Euro für Erwachsene und 4,50 Euro für Kinder. Gruppen zahlen nur 4 Euro. Anfragen und Buchungen nimmt das BIS-Zentrum unter Telefon 02161/181300, E-Mail bis-zentrum@t-online.de oder unter www.bis-zentrum.info entgegen.

(Report Anzeigenblatt)