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„Roter Strom“ vom THW

M’gladbach. In Mönchengladbach wird Teamarbeit zwischen Feuerwehr und THW großgeschrieben. Im Einsatzfall sollen beide Hand in Hand zusammenarbeiten können. Von der Redaktion

Als die Anforderung der Feuerwehr einging, das Rathaus in Mönchengladbach-Rheydt für einen Wartungszeitraum mit Strom zu versorgen, war klar, dass der eigene Stromerzeuger der Fachgruppe Elektroversorgung im Ortsverband bleibt und dies eine gute Gelegenheit ist, das Aggregat der Feuerwehr kennenzulernen. Die sogenannte Netzersatzanlage der Feuerwehr kann an beliebiger Stelle eines vorhandenen öffentlichen Stromnetzes angeschlossen werden, um eine unterbrechungsfreie Stromversorgung der angeschlossenen Verbraucher sicherzustellen. Im Rathaus Rheydt müssen die riesigen Strom-Trafos regelmäßig gewartet und gereinigt werden. Dafür müssen diese jedoch vom Stromnetz getrennt werden. Da dann aber unter anderem der auf dem Dach stehende Mobilfunkmast und auch die IT der Stadt Mönchengladbach mehrere Stunden ohne Strom bliebe, muss zwischenzeitlich über eine Fremdeinspeisung die Versorgung sichergestellt werden. Dies ist notwendig, damit die wichtige Infrastruktur nicht ausfällt oder durch Stromschwankungen beschädigt wird. Eine Aufgabe für das Team des THW.

Schon am Vortag machten sich die Helfer der Fachgruppe Elektroversorgung rund um Gruppenführer Tobias Strauch mit der Netzersatzanlage der Feuerwehr vertraut, damit am nächsten Tag alles glatt läuft. Nach dem Aufbau des Stromerzeugers läuft alles wie am Schnürchen. Das eingespielte THW Team verlegt die notwendigen Kabel, schließt alles entsprechend an und synchronisiert die Netzersatzanlage mit der vorhandenen Netzstruktur. Dann wird es spannend. Die Trennung vom Netz wird vorgenommen und die Last wird nun komplett vom Stromaggregat getragen. Alles läuft ohne Probleme, so dass dem Wartungsteam das Startsignal gegeben werden kann. Nun ist genug Zeit sich weiter mit der Ausrüstung vertraut zu machen und sich mit den Kollegen der Feuerwehr auszutauschen. Wenige Stunden später glänzen die Trafos wie am ersten Tag und alle notwendigen Wartungsschritte sind vollzogen. Nun erfolgt der Rückbau der Verkabelung.

Für die Helfer der Fachgruppe Elektroversorgung war es eine gute und erfolgreiche Übung, da auch im Einsatzfall mit fremden Material die wichtige Aufgabe der Stromversorgung gewährleistet werden muss, um wichtige Infrastruktur aufrechtzuerhalten.

(StadtSpiegel)