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„Wir haben uns eingelebt“

„Wir haben uns eingelebt“
Günter Schmerl, Gebäudemanagement der Stadt, Planungsdezernent Dr. Gregor Bonin, Bildungsdezernent Dr. Gert Fischer, Schulleiterin Doris Waßen und Harald Weuthen, Fachbereichsleiter für Schule und Sport (v. l.) FOTO: Andreas Baum
Wickrath (sk). Im letzten Jahr ist die Hermann van Veen Schule mit dem Schwerpunkt geistige Entwicklung von Hardt nach Wickrath umgezogen. Schüler sowie Lehrer fühlen sich wohl. Von Simone Krakau

Wir sind in Wickrath angekommen und haben uns gut eingelebt“, sagt Doris Waßen, Schulleiterin der Hermann van Veen Schule mit dem Schwerpunkt geistige Entwicklung, zufrieden. Im Oktober des vergangenen Jahres zog die Förderschule von Hardt in ihre neuen Räumlichkeiten nach Wickrath, Voigtshofer Allee 27, wo zuvor eine Gemeinschaftshauptschule untergebracht war. Drei Jahre lang wurde die Schule komplett saniert und umgebaut. „Besonders viel Wert haben wir auf die Sicherheit gelegt“, sagt Günter Schmerl vom Gebäudemanagement der Stadt. Alle Klassen werden durch ein Rauchansaugsystem überwacht, jede Klasse des Altbaus hat eine zweite interne Verbindung zwischen den Klassen bekommen, so dass über beide Treppenhäuser sowie Ausgänge ein Fluchtweg zur Verfügung steht. Auch Nottreppenhäuser und Fahrstühle, die selbst im Brandfall noch funktionieren, gehören zur Ausstattung.

In dem neuen Gebäude haben die Schüler nun viel mehr Platz, gerade für die Rollstuhlfahrer sei dies von Vorteil. „Sie können sich nun viel freier und auch selbstständiger bewegen“, so Waßen. Generell ist Selbstständigkeit in der Hermann van Veen Schule ein wichtiges Thema: Im Unterricht werden den Kindern und Jugendlichen berufs- und lebenspraktische Dinge nahe gebracht. Da jedes Klassenzimmer auch mit einer Küche ausgestattet ist, kann gemeinsam das Frühstück vorbereitet und der Tisch gedeckt werden. Kleine Einkäufe werden zusammen mit den Lehrern im nahe gelegenen Ortskern getätigt. „Wir möchten unsere Schüler dahin bringen, ihren eigenen Weg zu gehen“, betont die Schulleiterin.

Besonders beliebt ist bei den Schülern das Schwarze Brett in Form einer Audioversion am Eingang. Hier können vier Knöpfe betätigt werden. Zuvor aufgenommene Kinderstimmen informieren über das Datum, das Mittagessen, darüber, welche AG stattfindet und wer heute Geburtstag hat. „Für diejenigen, die nicht lesen können, ist das Audio-Brett eine tolle Alternative“, so Waßen.

Derzeit zählt die Förderschule 105 Schüler und 35 Lehrer. „Die Zahl der Anmeldungen ist gestiegen. Der Umzug war eine tolle Entscheidung.“

(Report Anzeigenblatt)