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„Wir sind dafür da, Halt zu geben“

Mönchengladbach. Der Verein Crash – für Opferhilfe hat bereits über 30 Anfragen mit Hilfeersuchen. Es wurde vor allem dort Hilfe geleistet, wo Kinder betroffen sind. Von der Redaktion

Erste finanzielle Nothilfe hat der Mönchengladbacher Verein „Crash – Gesellschaft für Opferrechte e.V.“ bereits an betroffene Angehörige des Germanwings-Absturzes geleistet. Das teilte der 1. Vorsitzende des Vereins, Dr. Christof Wellens, am Mittwoch mit. „Damit wurde in den Fällen, in denen vor allem minderjährige Kinder betroffen sind, Nothilfe geleistet.“ Nach Aussage von Wellens haben sich schon über 30 Angehörige bei ihm gemeldet. Durch die Katastrophe hätten viele Kinder einen oder beide Elternteile verloren, das jüngste Kind sei gerade einmal vier Monate alt. „Der Boden ist den Menschen unter den Füßen weggerissen worden und wir sind dafür da, wieder Halt zu geben.“

Der Verein Crash wird auch weiterhin unterstützend an der Seite der betroffenen Hinterbliebenen stehen. „Dabei geht es zunächst darum, sich um die dringendsten materiellen Sorgen, wie zum Beispiel Mietzahlungen, zu kümmern“, sagt Wellens. Für die Angehörigen sei es enorm wichtig, den Alltag zu organisieren. Vor diesem Hintergrund fordert der Verein die Verantwortlichen auf, zügig und großzügig die Entschädigungsfrage im Sinne der Hinterbliebenen zu klären. Wellens: „Gerade in einer solchen Katastrophe ist eine schnelle und großzügige Entschädigung für die betroffenen Angehörigen wichtig, um den Trauerprozess nicht zu belasten.“

Wellens fordert, bei Flugunfällen, die immer einen internationalen Bezug haben, Schadenersatzansprüche nach internationalen Maßstäben zu bestimmen. „Für die betroffenen Opferfamilien wäre es völlig unverständlich, wenn wegen des unzureichenden Entschädigungsanspruches, etwa basierend auf dem deutschen Schadenersatzrecht, deutsche Opfer gegenüber internationalen Opfern benachteiligt würden“, erklärt der Rechtsanwalt.

Der Verein Crash tritt seit Jahren dafür ein, dass die Opferrechte in Deutschland internationalen Maßstäben angepasst und Entschädigungszahlungen deutlich angehoben werden.

Angehörige von Opfern können sich an den gemeinnützigen Verein unter der Telefonnummer MG 309085, E-Mail crash-opferhilfe@web.de, wenden.

(Report Anzeigenblatt)