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„Wir sind nicht gegen Flugzeuge“

Mönchengladbach. Nur noch wenige Tage - dann läuft die Einspruchsfrist gegen die Kapazitätserweiterung des Düsseldorfer Flughafens ab. Die Mönchengladbacher Initiative „Gegen Fluglärm MG-Ost“ hat jetzt mehr Widerspruchskarten drucken lassen, weil das Echo steigt. Von Klaus Schröder

In einer ganzseitigen Anzeige erklärt der Airport, warum er wachsen will: „Die Zahl der Flüge und Passagiere nimmt weltweit zu.“ Schon heute sei die Nachfrage größer als die Zahl der zulässigen Starts und Landungen. Der Bezirksregierung und dem Verkehrsministerium wurden die Argumente in insgesamt 800 Aktenordnern zugestellt. Da hat es schon etwas von David gegen Goliath, wenn die Bürgerinitiative um den Vorsitzenden Frederick Skupin sagt: „Nicht mit uns.“ Der Giesenkirchener setzt auf Kooperation, etwa mit der Initiative in Meerbusch, für die Werner Kindsmüller in der großen Versammlung im Marienheim sprach und nachwies: „Die Zahlen sind alle öffentlich: Seit Jahren ist die Zahl der Flugbewegungen in Deutschland stabil, auch in Düsseldorf.“ Nur das Verhältnis zwischen Touristen- und Geschäftsflügen ändert sich nachdrücklich. Kindsmüller glaubt, dass die Kapazitätserweiterung vor allem auf Kosten der kleinen Regionalflughäfen erfolgen soll. Alle Gegner des Antrags wiederholen darüber hinaus immer wieder ihren Standpunkt: „Wir sind nicht gegen Flugzeuge, aber gegen mehr Fluglärm.“ Vor allem in Grenzzeiten abends und morgens. Eine gravierende Entwicklung kommt Frederick Skupin in der Diskussion zu kurz: Bessere Technik. „Moderne Systeme könnten die Landeanflugstrecke halbieren und sogar dicht besiedelten Gebieten ausweichen.“

(StadtSpiegel)
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