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Airbus-Ausbildung in Gladbach

Airbus-Ausbildung in Gladbach
RWL-Geschäftsführer Jens Küper, FSC-Chef Perry Roolvink und WFMG-Geschäftsführer Dr. Ulrich Schückhaus (von rechts) vor dem neuen A320-Simulator. Im Hintergrund ist der bereits vorhandene Boing 737-Simulator zu sehen. FOTO: Andreas Baum
Mönchengladbach. Das Gefühl zu fliegen, obwohl man am Boden ist, das erleben die Flugschüler der RWL German Flight Academy am Mönchengladbacher Flughafen jeden Tag. Unter realistischen Bedingungen werden sie hier in originalgetreuen Cockpit-Kapseln geschult – demnächst auch „an Bord“ eines Airbus 320. Von Jan Finken

Vor wenigen Tagen wurde der 15 Tonnen schwere Flugsimulator vom Amsterdamer Flughafen Schiphol nach Mönchengladbach transportiert, ab Mitte September können die ersten Flugstunden gebucht werden.

RWL erweitert mit dem Airbus-Simulator sein Portfolio entscheidend; bislang konnte in Mönchengladbach nur für die Boeing 737 und die Beechcraft King Air B 200 trainiert und ausgebildet werden. Der A320 ist neben der 737 der derzeit gängigste Flugzeug-Typ: rund 7 000 sind derzeit rund um den Globus unterwegs. „Die jeweiligen Fluglizenzen unterscheiden sich erheblich, insofern muss auch in den jeweiligen Simulatoren trainiert werden“, erläutert RWL-Geschäftsführer Jens Küper. Der neue Simulator soll künftig bis zu 5 500 Stunden pro Jahr im 24-Stunden-Betrieb, auch an Wochenenden, genutzt werden. Der Bedarf sei da, betont Küper, der mit dem zusätzlichen Simulator den Standort stärken will. „Mit der Installation des A320 können wir in Mönchengladbach für viele bedeutende europäische Airlines einzigartige Ausbildungsmöglichkeiten bieten und unseren Kundenkreis erweitern“ so Küper.

Gemeinsam mit dem Kooperationspartner Flight Simulation Company (FSC) aus Amsterdam wird der rund 6 Millionen Euro teure Simulator am Flughafen Mönchengladbach betrieben. Perry Roolvink, Geschäftsführer von Flight Simulation Company, ergänzt: „Die regional günstige Lage des Flughafens Mönchengladbach mit der Nähe zu Düsseldorf und Köln ist für uns eine sehr gute Ergänzung unseres Hauptsitzes in Amsterdam. Für viele Airlines werden zukünftig die Wege kürzer und die Schulungen können flexibler durchgeführt werden.“ Der nächste A320-Simulator steht in Essen/Mülheim, aber auf dem niederländischen Markt habe sich zunehmend ein Interesse an einem Standort im Westen von Nordrhein-Westfalen herausgestellt, so Roolvink. Dr. Ulrich Schückhaus, Geschäftsführer der Mönchengladbacher Wirtschaftsförderung, freut sich über den Umzug des Simulators von Amsterdam nach Mönchengladbach: „Aus Sicht der Wirtschaftsförderung begrüßen wir das Engagement, welches ein positives Signal für den Standort ist und zur weiteren Entwicklung am Flughafen beiträgt. Nicht zuletzt wird durch die Notwendigkeit von Übernachtungsmöglichkeiten für Piloten und Flugschüler, aber auch das Hotelgewerbe der Stadt gestärkt.“

(Report Anzeigenblatt)