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Alina „baggert“ für die Ranch

Alina „baggert“ für die Ranch
Alina Bell ist die neue Vorsitzende des Tierrefugiums Wegberg. FOTO: Bert Stevens
Merreter. Der Schutzhof Tierrefugium Wegberg e.V. hat einen neuen Vorstand bestimmt: Antonia Greco trat als Vorsitzende zurück und der Verein fand in Alina Bell eine Nachfolgerin, die mit viel Elan ans Werk geht. „Es wird sich auf der MonRo Ranch vieles verändern“, sagt die 35-Jährige. Von Bert Stevens

Alina Bell, die neue Vorsitzende, legt Wert darauf, dass der Rücktritt von Antonia Greco nicht auf vereinsinterne Unstimmigkeiten zurückzuführen ist, sondern die bisherige Vorsitzende einfach mehr Zeit für sich braucht und nach neuen Herausforderungen sucht. „Antonia hat stets großen Einsatz bei der Führung des Tierrefugiums und der dazugehörenden MonRo Ranch gezeigt. Sie wird auch weiterhin unserem Verein verbunden bleiben“, sagt Alina Bell. Sie hat nun zusammen mit Michael Schink (Antonia Grecos Ehemann) und Anja Langlitz eine ganz besondere „Baustelle“ zu bewältigen: die MonRo Ranch, den bekannten Gnadenhof für Tiere in Merreter bei Rheindahlen.

Hier fährt Alina Bell höchstpersönlich den Bagger, der gebraucht wird, um über eine weite Strecke Rohre für die Wasserzufuhr zu verlegen. „Unsere Kühe, die ohne unsere Hilfe längst im Schlachthof gelandet wären, benötigen täglich viel Wasser und das lässt sich schlecht in Kübeln zu der etwas abgelegenen Weide tragen“ sagt die neue Vorsitzende, und weist zudem darauf hin, dass auch noch etliche Stromleitungen unterirdisch und frostsicher verlegt werden müssen. Eine weitere Baustelle sind die Wege, die schon beim geringsten Regen kaum betretbar sind. „Dann gibt es da nur Matsch. Dazu muss ein Drainagerohr verlegt werden“, erklärt Alina Bell.

Der Schutzhof soll überhaupt ein vollkommen neues „Outfit“ erhalten und nach den Vorstellungen des neuen Vorstandes „echten Ranchcharakter“ annehmen. Eile ist geboten, denn am 28. Oktober, 11 bis 17 Uhr, findet auf dem Gelände das diesjährige „Herbstfest“ statt, zu dem viele Besucher erwartet werden.

Mit Hochdruck sind derzeit – im Wechsel – zehn gemeinnützige Kräfte und zwei Praktikanten bei der Arbeit. Momentan sieht es auf der MonRo Ranch noch sehr wüst aus. „Es geht aber vorwärts, wenn es uns auch lieb wäre, es würden sich noch einige Freiwillige bei uns melden und uns bei unserer Arbeit für einige Stunden unterstützen“, sagt Alina Bell, die für die Ranch auch nach dem Fest noch Hilfe gebrauchen könnte. Aber auch Tierfreunde, die hier und da noch einen guten Rat parat haben, sind jederzeit willkommen.

(StadtSpiegel)