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Alle guten Dinge sind drei

Alle guten Dinge sind drei
Christoph Bohnen war einer von vier Fahrern, die an der 72-Stunden Simulation des RAAM Tam Maxmo teilnahmen. FOTO: RAAM Team Maxmo
Mönchengladbach. Das RAAM-Team MAXMO startete am Osterwochenende zur dritten Simulation vor dem großen Race Across America Rennen ab dem 20. Juni. Von der Redaktion

Die meinen das Ernst. Das wird spätestens mit dieser dritten Simulation klar, die das RAAM-Team MAXMO als eine Art Generalprobe vor dem großen Rennen im Juni sieht. Sie treten beim härtesten Radrennen der Welt an, um Geld zu sammeln für den guten Zweck. Die Gelder aus den gesponsorten Meilen kommen der HilEri Stiftung und der Kinderpalliativstation Sternenboot der Uniklinik Düsseldorf zugute. Hier wird den kleinen Patienten ein letzter großer Wunsch erfüllt. Doch das Team tritt nicht einfach bei dem Rennen quer durch Amerika an. Sie wollen es für die Kinder gewinnen.

„Am Ostermontag wird sich zeigen, wie gut wir zum jetzigen Zeitpunkt aufgestellt sind“, sagte Daniela Dienst vor der dritten Simulation, die 72 Stunden andauerte und während der Ostertage stattfand. „Denn zum Start in den USA sind es nur noch gut elf Wochen und die sind schnell verflogen“, so die junge Apothekerin weiter. Also machten sie sich auf. Während Deutschland sich zu Braten und Ostereiern gemütlich an den Tisch setzte, legten die vier Fahrer Christoph Bohnen, Sven Imhoff, Norbert Nusselein und Oliver Dienst gut 2150 km zurück.

Sie fuhren Tag und Nacht, im Schnitt 30 km/h – und das nicht immer bei Festtagswetter. Die Sonne zeigte sich nur selten bei Durchschnittstemperaturen um die 0 Grad. Hier war nicht nur körperliche, sondern auch mentale Stärke gefragt. Die Strategie: Gefahren wurde in 2 zweier Teams jeweils 8 Stunden in einem einstündigen Wechsel. Gefahren wurde an der jeweiligen Funktionsleistungsschwelle, also am Limit. Christian Manunzio, Trainer und sportlicher Leiter, der die Athleten in Sachen Trainingsplanung und -steuerung begleitet, promoviert an der Deutschen Sporthochschule Köln und hat das Projekt RAAM Team MAXMO zu seiner Studienarbeit gemacht. „Wir werden in erster Linie sehr hohe Intensitäten fahren und die Radfahrerwechsel alle 30 bis 45 Minuten durchführen. In der Nacht bietet es sich an, auch einmal zwei Stunden am Stück Gas zu geben, da die Regeneration des anderen Fahrers dadurch etwas länger ist.“, so Manunzio, der die Wattwerte jedes Athleten ständig im Auge hat.

„Wir verfolgen bei jeder Simulation ein Ziel“, erklärt Willi Verleysdonk weiter, der das Team als Backup und strategischer Begleiter unterstützen wird. „Die dritte und damit letzte Simulation war eine 1:1 Simulation in der wir in 72 Stunden mit zwei Wohnmobilen, zwei sogenannten Follow-Cars und einem eigenen Media Car mit dem kompletten Team von 16 Crew-Mitgliedern quer durch Deutschland gefahren sind, um hier die Wechsel der Radfahrer zu üben.“ Verleysdonk hat neben der strategischen Leitung auch noch die Funktion des Backup, das heißt er trainiert die komplette Vorbereitungsphase mit und kann kurz vor dem Start in den USA noch eingesetzt werden, falls ein Radfahrer kurzfristig wegen Krankheit oder Verletzung ausfällt. Nach dem Start ist kein Austausch der Fahrer mehr möglich.

Als das Team am Ostermontag seine Tour in Genhülsen, Mönchengladbach, gegen 14 Uhr beendete, hatten sie einiges von Deutschland gesehen. Die Strecke führte sie über Eschweiler, Monschau, Trier, Saarbrücken, durch Kaiserslautern, nach Koblenz und von dort eine weitere Schleife Richtung Frankfurt, um dann über Marburg, Arnsberg, Soest, Hamm und Münster wieder in Richtung Mönchengladbach. „Wir wissen ja, wofür wir das alles tun“, so Frank Oedinger und Marcel Jansen , die hauptverantwortlich für Funk, Navigation und Routenplanung das Simulationsrennen aus dem Wohnmobil und dem Follow Car aus verfolgen.

Crewchefin Daniela Dienst war nach dem Rennen mehr als zufrieden. „Wir haben noch einiges zu tun, aber wir sind gut in der Zeit und können die verbleibenden Wochen bis zum Rennen noch optimal nutzen.”

Dank eigenem Media Team konnte die Simulation genau wie das Rennen selbst via facebookund natürlich auf der eigenen Webseite verfolgt werden. In den USA ist das Team mit einem GPS Trackerausgestattet, so dass auf www.raam2015.dejederzeit

live der aktuelle Standort gesehen werden kann.

(Report Anzeigenblatt)