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Angst vor noch mehr Autos

Angst vor noch mehr Autos
Anwohner der Burggrafenstraße wie Luise Trampnau fühlen sich von der Stadt im Regen stehen gelassen. FOTO: schrö
unsere. Die Burggrafenstraße bekommt bald Flüsterasphalt und wird auf neun Meter verbreitert – doch Anwohner wie Luise Trampnau fürchten viel stärkeren Lkw-Verkehr als bisher und fragen: „Warum muss Von Klaus Schröder

Straße die ganze Last tragen?“

Mönchengladbach.

Schwere Lkws rumpeln im Westend über die enge Burggrafenstraße mit ihren vielen Schlaglöchern Richtung Industriegebiet Landgrafenstraße – morgens, mittags, abends. Seit 33 Jahren wohnt Luise Trampnau hier. Sie schließt das Fenster in ihrer Küche und sagt: „Ich sehe ja ein, dass die Autos irgendwo lang fahren müssen, aber es ist ungerecht, dass wir allein die Leidtragenden sein sollen.“ Seit über fünf Jahren kämpft sie gemeinsam mit ihren Nachbarn gegen die Pläne der Stadt. 227 Eigentumswohnungen gibt es hier, „ein schönes Areal, gerade für Familien.“ Eigentümerversammlungen und Unterschriftenaktionen hat sie deshalb von Anfang an mitorganisiert. Ohne Erfolg. Langsam glaubt sie: „Wir müssen das wohl so hinnehmen.“

Aber dann doch: Beim gerade angelaufenen Bürger-Dialog im Internet um die Zukunft der City haben nicht nur sie, sondern auch andere Eigentümer noch einmal das Wort ergriffen: „Schon jetzt unerträglicher Lärm“ (Familie Külshammer), „bitte überdenken Sie Ihre Entscheidung“ (Beritan Celik), „Mehr ertragen wir nicht mehr“ (Familie Feger), „die Straße ist doch heute bereits dicht“ (Familie Klingen) und „das ist einfach nicht hinnehmbar“ (Familie Tkacenko).

Luise Trampnau fragt: „Warum kann man den Verkehr nicht auf Aachener und Burggrafenstraße gleichmäßig verteilen? Dann wäre keiner bevorzugt und keiner benachteiligt.“

(StadtSpiegel)