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Anschlag von der Autobahnbrücke

Anschlag von der Autobahnbrücke
Von dieser Brücke warfen zwei Mädchen Steine auf das fahrende Auto.
Mönchengladbach. Am Sonntag, kurz vor Anpfiff des Spiels Deutschland : Slowakei gab es einen Mordversuch an einer Familie an der Autobahnausfahrt Neuwerk. Von der Redaktion

Am Sonntagnachmittag, kurz vor Anpfiff des Deutschlandspiels bei der EM in Frankreich, gegen 17.55 Uhr, warfen zwei bislang noch unbekannte Mädchen Schottersteine von der Eisenbahnüberführung über die L 390 (Zubringer zur Autobahnanschlussstelle A52-Neuwerk) auf einen Pkw.

Ein mehr als faustgroßer Stein durchschlug das Schiebedach des schwarzen Skodas einer jungen Familie aus Süchteln. Das Ehepaar (33 und 28 Jahre alt) und ihr sechsmonatiger Säugling blieben unverletzt.

Sie hatten an der Anschlussstelle Neuwerk die Autobahn verlassen und befuhren den Zubringer in Richtung Krefelder Straße. Unmittelbar hinter der Überführung Asdonkstraße befindet sich die Eisenbahnüberführung. Von dort warfen die beiden Tatverdächtigen den Stein auf das mit hoher Geschwindigkeit fahrende Fahrzeug.

Im Rückspiegel konnte der Fahrer noch zwei Mädchen in Richtung Sportanlage Gatherskamp weglaufen sehen.

Ein 27-jähriger Gladbacher, der hinter dem Pkw der Familie fuhr, hat den Vorfall ebenfalls beobachtet. Die Zeugen können die beiden Mädchen wie folgt beschreiben: Beide ca. 14 Jahre alt, beide lange blonde Haare, ein Mädchen trug schwarze Leggins, das zweite eine schwarze Jacke und eine schwarze Hose.

Die Staatsanwaltschaft Mönchengladbach stuft die Tat als versuchten Mord ein. Die Polizei Mönchengladbach hat eine Mordkommission eingerichtet. Sie sucht jetzt dringend Zeugen und

fragt: Wer hat auf dem Bahngelände an der Sportanlage Neuwerk zwei Mädchen bemerkt? Wer kann Angaben zu ihnen machen? Nach Besichtigung des Tatortes und des Fluchtweges gehen die Ermittler der Mordkommission davon aus, dass die Kleidung der beiden Mädchen verschmutzt wurde und die Mädchen sich unter Umständen Kratzwunden durch Dornengestrüpp zugezogen haben.

Hinweise an die Mordkommission „Schotter“ unter Telefon 02161/290.

(StadtSpiegel)