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Apfelmission startet im Park

Apfelmission startet im Park
Sechs Apfelbäume wurden in dieser Woche im Hans-Jonas-Park gepflanzt. FOTO: Andreas Baum
Mönchengladbach (ms). Sechs neue Apfelbäume im Hans Jonas Park sind Vorboten einer großen Ausstellung im Sommer. Von David Friederichs

Der Apfel ist Tradition am Niederrhein. Künstlerin Antje Majweski und das Museum Abteiberg möchten den Menschen genau das wieder ins Gedächtnis rufen. Am Donnerstag pflanzten sie bei sonnigem Wetter auf einer Wiese des Hans Jonas Park sechs Apfelbäume ein. Die Aktion geschah im Rahmen des Projektes „Ein Ahnungsloser Traum vom Park Phase 2.2:2015“. Museumsdirektorin Susanne Titz verrät: „Sie ist nur ein Vorlauf der Ausstellung.“ Diese wird vom 12. Juli bis 26. Oktober laufen und Aktionen wie Baumpatenschaften, Obstwanderungen und Ferienkurse für Kinder beinhalten. Gepflanzt wurden alte regionale Sorten, unter anderem „Schöner von Elmpt“ und „Rheinischer Winterrambur“. Bernhard Kamp, Geschäftsführer des Naturschutzbunds NABU NRW, der die Bäume stiftete, freute sich, dass der Lieblingsapfel aus seiner Jugend, der „Rote Sternrenette“, ebenfalls eingepflanzt wurde. „Mir gefällt als Bürger der Stadt, wie sich hier alles entwickelt, vom Minto bis zum Abteiberg“, so Kamp, der sich noch bei der Baumschule Morjan für die Unterstützung bedankte. Das Ausstellungs-Konzept, welches Antje Majewski bereits 2014 in Lodz erprobte, ist zu einem ökologisch-künstlerischen Gemeinschaftsprojekt zwischen Künstlern, dem Museum Abteiberg und Bürgern Mönchengladbachs herangewachsen. Beteiligt sind die städtische Volkshochschule, das Stiftische Humanistische Gymnasium und das Jugendzentrum JUKOMM im STEP am Hans Jonas Park. Ebenso dabei sind Aktivisten der lokalen Garten-Initiativen „Berggartenoase“, der Transition Town Initiative, dem „Margarethengarten“ des Waldhaus 12 e.V. sowie Nachbarn des Museum Abteiberg. Das Pflanzen der Apfelbäume sei ein „Symbolischer Anfang“, so Majewski. Von Schulgärten, Parks bis Straßenecken – Ziel sei es bis zu 100 Bäume in öffentlichen Plätzen der ganzen Stadt zu pflanzen und an Menschen zu vermitteln. Dafür komme das Museum auf, außerdem werde es Workshops geben, in denen Interessierte das Einpflanzen und Pflegen der Apfelbäume lernen. Paten würden so für mindestens drei Jahre die Verantwortung für die Bäume übernehmen. „Es wäre natürlich schön, wenn sich länger um die Bäume gekümmert würde“, so Majewski. Ihr Wunsch könnte in Erfüllung gehen: Apfelbäume brauchen drei Jahre lang Wasser, erst dann kann zum ersten Mal richtig geerntet werden.

(Report Anzeigenblatt)