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Auf zur Saatgut-Tauschbörse

Auf zur Saatgut-Tauschbörse
Am 9. Februar gibt es die erste Saatgut-Tauschbörse der Transition-Town-Initiative Mönchengladbach in der VHS. FOTO: pixabay
Mönchengladbach. Die Transition-Town-Initiative Mönchengladbach will der Entwicklung hin zu immer mehr Hybridpflanzen in Gärten entgegenwirken. Von der Redaktion

Das Saatgut bildet die Grundlage unserer Nutzpflanzenvielfalt. Sobald das Wetter warm genug ist, beginnt die Aussaat im Freien. Bereits vorher kann auf der Fensterbank ausgesät werden. Wie das geht, erfahren interessierte Bürger auf der ersten Saatgut-Tauschbörse der Transition-Town-Initiative Mönchengladbach am Samstag, 9. Februar, von 10 bis 14 Uhr in der Volkshochschule am Sonnenhausplatz, Lüpertzender Straße 85. Sie lädt dazu ein, mit anderen Hobbygärtnern Erfahrungen auszutauschen über Sortenvielfalt, Saatgutgewinnung, Lagerung, Anbauweisen und optimale Standorte.

Immer mehr der bewährten samenfesten Sorten mit breiter genetischer Ausstattung verschwinden aus den Gärten. Sie werden verdrängt durch Hybridpflanzen, die nur im ersten Anbaujahr Höchsterträge bringen und von denen kein Saatgut genommen werden kann. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, hat Transition-Town Mönchengladbach exemplarisch die erste „Open Source Seeds-Tomate“ Sunviva, eine aromatische, süß-saftige Cocktailtomate, weiter vermehrt. Die Open-Source-Lizenz des gemeinnützigen Vereins Agrecol e.V. soll verhindern, dass Saatgut monopolisiert wird.

Auf der Tauschbörse wird unter anderem die Transition-Town Initiative Neuss das Saatgut verschiedener Tomatensorten präsentieren. Der Kleingartenverein Pesch steht zum Erfahrungsaustausch bereit. Interessierte können eigenes Saatgut tauschen und Erfahrungen mit der Zucht der Pflanzen weitergeben. Für kleines Geld kann Saatgut erworben werden.

(Report Anzeigenblatt)