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Ausgezeichnete Nachhaltigkeit

Mönchengladbach. Bei der internationalen Textilmesse „Heimtextil“ in Frankfurt am Main hat Michael Wolf, Masterstudent der Hochschule Niederrhein, den Preis der Kategorie „Upcycling-Objekte“ gewonnen. Von der Redaktion

Der Nachwuchspreis „Young Creations Award: Upcycling“ steht ganz im Zeichen der Nachhaltigkeit. Ziel ist es, aus Abfallprodukten und alten Materialien neue und hochwertige Produkte zu kreieren und sie dabei stofflich aufzuwerten.

Den mit 2 500 Euro dotierten Preis erhielt Michael Wolf für seine Designarbeit „Inemuri hitotsu“. Inspiriert von der japanischen Kultur des öffentlichen Schlafens, entwarf der Masterstudent eine Tischauflage, welche als Rückzugsort im öffentlichen Raum fungiert. Wolf baute ein Design-Konzept auf dem Prinzip „Mottainai“ auf, was sinngemäß bedeutet: nichts zu verschwenden. Ganz im Sinne der Nachhaltigkeit. Die Stoffe wurden auf den historischen Webstühlen des Textiltechnikums auf dem Gelände des Montfort Quartiers gewebt, die Füllung besteht zu 100 Prozent aus aufbereiteten Textilresten.

Die verwendeten Garne entstanden bereits während Michael Wolfs Textildesign-Studium an der Hochschule Niederrhein. Bei dem von den Professoren Marion Ellwanger-Mohr und Thomas Weide geleiteten Projekt „ Design4Recycling“ erstellten die Studierenden aus Kleidungsresten Garne, aus denen dann eine neue Hose produziert wurde. Diese Ganzheitlichkeit des Upcycling Gedankens überzeugte die Fach-Jury.

Neben Wolf bewarben sich noch Jirina Greyn und Theresa Scholl um den Young Creations Award. Jirina Greyn ging mit dem Teppich-Recycling-Möbel „WhoIam“, einem zum Sitzmöbel umfunktionierten alten Teppich, ins Rennen. Theresa Scholl entwarf ein pulsierendes Leuchtobjekt – inspiriert durch Tiefsee-Lebewesen – und ein Akustik-Panel aus einem selbst gefertigten Verbundstoff von Tapetenresten und Wollfasern.

(Report Anzeigenblatt)