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Vom 22. bis 25. September ist Selbsthilfewoche im Paritätischen Zentrum
Austausch mit Gleichgesinnten

Vom 22. bis 25. September ist Selbsthilfewoche im Paritätischen Zentrum: Austausch mit Gleichgesinnten
Sie sind aktiv für die Selbsthilfe: (v.l.) Georg Meurer, Kontaktstelle, Christine Ewald, Selbsthilfegruppe für Angehörige psychisch Kranker, Dorothea Kamper, Selbsthilfegruppe Eltern autistischer Kinder, Manfred Meyer (vorne) und Erich Nikolaus, Forum aktiver und sehbehinderter Menschen, sowie Verena Jahreiß, Kontaktstelle. FOTO: Andreas baum
Rheydt (um). Vom 22. bis 25. September ist wieder Selbsthilfewoche im Paritätischen Zentrum. Im Fokus stehen die Vorsorgevollmacht, das Thema Autismus, psychisch kranke Angehörige und Sehbehinderte. Von Ulrike Mooz

Der Kontakt zur passenden Selbsthilfegruppe ist für viele Menschen mit chronischer Krankheit oder für Angehörige chronisch Kranker der Anker, an dem sie sich festhalten können und der Ort, wo sie Informationen, Denkanstöße und den Austausch mit Gleichgesinnten bekommen. 130 gibt es davon zur Zeit in Mönchengladbach unter dem Dach der Selbsthilfe Kontaktstelle. Von A wie Adipositas bis Z wie Zöliakie treffen sich hier Betroffene, reden, helfen sich gegenseitig und organisieren auch Vorträge zum Thema.

Einmal im Jahr gibt es die Selbsthilfe Woche, in der die Kontaktstelle an vier Tagen Vorträge zu Schwerpunktthemen aus der Selbsthilfe organisiert. Start ist in diesem Jahr am 22. September mit einem Vortrag um 18 Uhr zum Thema „Vorsorgevollmacht“ (türkisch Tedbir vekaletnamesi). Die Veranstaltung wird auf deutsch und türkisch stattfinden. Es spricht die Mönchengladbacher Rechtsanwältin Özlem Altun. „Dieser Vortrag ist Teil unseres Projektes interkulturelle Öffnung“, so Georg Meurer von der Selbsthilfe Kontaktstelle. Das Angebot werde zur Zeit hauptsächlich von Mitgliedern der türkischen Comunity in Mönchengladbach aufgenommen.

Zum Thema „Innenansichten“ ist am Dienstag um 19 Uhr die Gruppe „Autsight“ eingeladen. Als Autistinnen und Mütter von Autisten verstehen sich Lena Arzouni, Regine Winkelmann und Nicole Hebig als authentische Dolmetscher autistischer Denk- und Wahrnehmungsweisen. „Uns ist wichtig, die Öffentlichkeit über die Behinderung aufzuklären“, sagt Dorothea Kamper, die selber Mutter eines autistischen Kindes ist. Denn Problem sei unter anderem auch die Reaktion der Umwelt auf Autisten.

Um Angehörige psychisch Kranker geht es am Mittwoch, 24. September, um 19 Uhr. Wiebke Schubert, Rechtsanwältin und Vorsitzende des Landesverbandes der Angehörigen psychisch Kranker stellt die Kinder psychisch kranker Eltern in den Mittelpunkt ihres Vortrags. Sie berichtet aus eigener Erfahrung. „Oft ist die erste Frage für Kinder schon, mit wem sie überhaupt über ihre Situation reden können“, sagt Christine Ewald von der Selbsthilfegruppe Angehörige psychisch Kranker.

„Rund ums Auge“ ist das Thema am 25. September um 18 Uhr. Manfred Meyer, WSW Berater und Mitbegründer des Forums aktiver und sehbehinderter Menschen informiert über Hilfestellungen für sehbehinderte und blinde Menschen. „Viele, die sehbehindert sind, sind auch außen vor, haben oftmals keine Begleitperson zur Verfügung“, sagt Forumsmitglied Erich Nikolaus. Das Forum will das ändern.

(Report Anzeigenblatt)
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