| 16.13 Uhr

Bewältigung des Alltags sicherstellen

Bewältigung des Alltags sicherstellen
Sieben neue Workshops für Ehrenamtler für den Umgang mit Flüchtlingen bieten der SKM Rheydt und das Katholische Forum an: (v.l.) Norbert Schoeller, Geschäftsführer des SKM, Franz-Josef Unland, Leiter des Katholischen Forums, Maria Nickel und Helmut Keymer. FOTO: Andreas Baum
Mönchengladbach (df). Mehr als 300 Personen in Mönchengladbach und rund 80 in Korschenbroich haben ihre Bereitschaft signalisiert, Flüchtlingen bei der Eingewöhnung zu helfen. Für die Ehrenamtler bieten der SKM Rheydt und das Katholische Forum jetzt Workshops an. Von David Friederichs

Völlig fremd zu sein in einem neuen Land, sprachliche und kulturelle Barrieren vor der Brust, mitunter prägende Erfahrungen aus dem Heimatland im Kopf - so stellt sich für viele Flüchtlinge der Alltag nach der Ankunft in Deutschland dar.

Auf der anderen Seite gibt es viele Menschen die helfen wollen, ihre Bereitschaft signalisieren, die Hilflosigkeit der Flüchtlinge zu überwinden, ihnen Anschluss und Begleitung zu geben. In Mönchengladbach sind es rund 300 Personen, in Korschenbroich rund 80. Unterschiedliche Träger sozialer Hilfen sind in den verschiedenen Flüchtlingsunterkünften engagiert, um mit Hilfe der freiwilligen Mitarbeiter die Lebenssituation der Menschen zu verbessern. „Es gibt unglaublich viele, die sich engagieren, Engagement und Kompetenz mitbringen. Diese wollen wir für die spezielle Arbeit mit Flüchtlingen qualifizieren und stärken“, sagt Franz-Josef Unland, Leiter des Katholischen Forums. Zusammen mit dem SKM Rheydt wurden nach einem Baukastensystem sieben Workshops entwickelt. „Wir stützen uns dabei auf die Erfahrung aus der Ausbildung der Integrationsbegleiter und Kulturmanager der letzen Jahre“, erklärt Helmut Keymer. Nichts desto trotz wurden die Workshops auf die speziellen Bedürfnisse der Ehenamtler zugeschnitten. Themen der Workshops sind „Die rechtliche Situation von Flüchtlingen“, „Meine Rolle im Ehrenamt“, „Prävention sexueller Gewalt“, „Struktur und Netzwerke“, „Lebenswirklichkeit Geflüchteter in Deutschland“, „Interkulturelle Sensibilisierung“ und „Erfahrungsaustausch“. Geplant und durchgeführt werden die Workshops mit den Trägern sozialer Hilfen wie Stadt, Caritasverband oder SKM direkt vor Ort und möglichst ortsnah zu den Einsatzorten der Ehrenamtler. Maximal 15 Teilnehmer werden durch kompetente Referenten in vier Unterrichtsstunden begleitet, es ist keine Frontalbelehrung sondern eine offenen Interaktion. Dabei dienen die Unterrichtsstunden nur als Einstieg ins Thema, aus denen sich in Zukunft weitere Workshops entwickeln sollen. Die Bausteine können von den Trägern je nach Bedarf gebucht werden, bisher haben schon fünf Träger angefragt. Die Teilnehmerplätze werden über die Träger vergeben.

(Report Anzeigenblatt)