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Biberburgen im Rathaus

Biberburgen im Rathaus
Katrin Roeber vor ihrem Bild „Biberburg hellblau“. Noch bis zum 29. März sind die Bilder der Künstlerin im Korschenbroicher Rathaus zu sehen. FOTO: Stefan Reinelt
Korschenbroich (rmb). Die nächsten Wochen beeinflussen sehr farbintensive Bilder die Atmosphäre des politischen Wirkens im Sitzungssaal des Korschenbroicher Stadtrats. Von Stefan Reinelt

Bis zum 29. März stellt die Künstlerin Katrin Roeber einige ihrer Landschaftsbilder im Korschenbroicher Rathaus auf, denen sie durch ihren Stil eine Lebendigkeit, räumliche Tiefe und gewisse Abstraktheit verleiht. Besucher des letztjährigen Kunstfrühlings kennen Roebers Arbeit aus der Ausstellung in der Niederrhein-Klinik.

Die gebürtige Norddeutsche hat 1999 ihren Meisterschülerbrief an der Kunstakademie Düsseldorf erhalten und wurde mit einigen internationalen Preisen und Stipendien bedacht. Die Inspirationen zu ihren Naturbildern findet sie aber im Umfeld ihrer heutigen Wahlheimat. Ein Werk zeigt den Dickelsbach in Ratingen, wie er sich durch die Landschaft mit hohen Erdwällen und kleinen Buchten schlängelt. Eine eigene Serie mit dem Titel „Biberburg“ hat Katrin Roeber dem Naturschutzgebiet Urdenbacher Kämpe gewidmet. Dort soll sich zukünftig der Nager wieder ansiedeln, und so wird angeschwemmtes Treibholz in den Bildern von Katrin Roeber zum fertigen Biberdamm.

„Ich male schon seit 15 Jahren draußen, seit drei bis vier Jahren konzentriere ich mich auf Landschaften“, erzählt die Künstlerin. Zunächst malte sie Zoogehege, um zu erfahren, wie der Mensch Naturlandschaften suggeriert, nun widmet sie sich dem Einfluss von Flora und Fauna auf die Landschaftsgestaltung. Sie erkennt hier eine „Ordnung im Chaos“, als spannend bezeichnet sie das Phänomen der Wasserspiegelungen.

Für ihre spätere Arbeit im Atelier fertigt die Künstlerin Buntstiftskizzen an. „Auf einem Foto erkenne ich nie die Perspektive und Farben wieder, wie ich sie tatsächlich gesehen habe“, sagt sie. Später fließen ein Collagenprinzip und eine vielfältige Mischtechnik ein. Nebst Acryl, Ölfarbe und Kreise setzt die Künstlerin unter anderem auch Moorwasser ein.

Ihre Werke und die Arbeitsweise dahinter erläutert Katrin Roeber persönlich im Rahmen der städtischen Reihe „Mahlzeit Kulturzeit“ am Donnerstag, 14. März, 12.30 bis 13 Uhr. Die Ausstellung kann darüber hinaus montags bis freitags von 8.30 bis 12 Uhr sowie donnerstags zusätzlich von 14 bis 18 Uhr im Rathaus an der Don-Bosco-Straße 6 besichtigt werden.

(Report Anzeigenblatt)
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