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Beim Bau des „Minto“ wird nichts dem Zufall überlassen - Teilnachbau im SMS-Businesspark
Bis ins letzte Detail geplant

Mönchengladbach. Im März kommenden Jahres soll der Vorhang fallen und das Minto, das neue Shopping-Center in Mönchengladbach, seine Türen öffnen. Um beim Innenausbau Fehler zu vermeiden, werden Materialen, Licht und Sound in einem Teilnachbau getestet. Von David Friederichs

Ein kleines Stück Minto ist bereits fertig. Nicht im Originalbau an der Hindenburgstraße, sondern in einer extra angemieteten Lagerhalle im SMS-Businesspark an der Blumenbergerstraße. Auf 150 Quadratmetern wurde hier ein Teil des Minto, für die Öffentlichkeit unzugänglich, nachgebaut. „Das machen wir bei jedem unserer Projekte“, erklärt Carsten Faust, Projektleiter des Minto.

Von den verschiedenen Bodenbelägen, über die Decken- und Wandbeleuchtung sowie Sound bis hin zum richtigen Geländertyp - hier wurde und wird alles getestet und beurteilt. „Das dient in erster Linie dazu, möglichen Fehlern oder späteren Korrekturen vorzubeugen“, erklärt Faust. Und das lässt sich Investor Mfi einiges Kosten. Die Größenordnung eines Einfamilienhauses wurde im Businesspark investiert. Kosten, die alleine dadurch wieder reingeholt werden, dass man nicht im Objekt teuer nachrüsten muss.

Seit einem halben Jahr steht der Teilnachbau bereits und noch immer wird an Details gefeilt. So erwies sich, nach Rücksprache und Begehung mit den Behindertenverbänden, das in den Boden eingelassene taktile Leitsystem für Sehbehinderte als nicht brauchbar, hier wird nun nach einer neuen Lösung gesucht. Zu sehen ist auch eine der fünf Highlight-Fassaden, die im künftigen Minto etagenübergreifend einen alle Sinne anregenden Erlebnisraum bieten sollen. Passend dazu wird es ein Duft- und Klangkonzept geben, das ebenfalls im Vorfeld getestet wird.

Der Nachbau im Businesspark dient, neben dem Showroom auf der Kleiststraße 3–5 (geöffnet immer mittwochs von 15 bis 18 Uhr), auch dazu, potenziellen Mietern einen Einblick zu geben, wie das Center im fertigen Zustand aussehen wird. Mit rund 75 Prozent der künftigen Mietern ist man derzeit in finalen Gesprächen, zur Eröffnung rechnet Carsten Faust mit eines Auslastung von mindestens 90 Prozent. „Ziel ist natürlich eine Vollauslastung“, so Faust. Die Namen der Mieter werden erst später bekannt gegeben, auch hier herrscht ein enger Austausch zwischen Mietern und Vermieter.

Trotz kleinerer Verzögerungen ist man im „richtigen“ Minto im Zeitplan. Auch in der Ferienzeit sind täglich rund 250 Arbeiter zu Gange. In Kürze werden die für das neue Minto charakteristischen Keramik-Lamellen an der Fassade angebracht. In elf verschiedenen Farbtönen, von altweiß, grau, ocker, rotbraun bis braun, wird sich das Minto dann präsentieren und langsam sein finales Erscheinungsbild annehmen.

(Report Anzeigenblatt)