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Ab morgen beginnt die Bodensanierung am „Quartier Kühlen“ auf der Neuhofstraße
Blick hinter die Fassade

Ab morgen beginnt die Bodensanierung am „Quartier Kühlen“ auf der Neuhofstraße: Blick hinter die Fassade
„Durch solche Bauprojekte gelingt Stadtentwicklung“, so OB Hans-Wilhelm Reiners (M.) über das Quartier Kühlen. FOTO: Andreas Baum
Mönchengladbach (cc). Die Abrissarbeiten auf dem Gelände der ehemaligen Druckerei Kühlen auf der Neuhofstraße sind abgeschlossen. Die historische Backsteinfassade bleibt erhalten und ist gesichert. Jetzt beginnt die aufwendige Bodensanierung. Von Christina Caelers

„So funktioniert und gelingt Stadtentwicklung“, sagte Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners beim Anblick des Geländes der ehemaligen Druckerei Kühlen. Die einstige innerstädtische Problemfläche an der Neuhofstraße, auf der die Druckereigebäude rund 15 Jahre leer standen, soll nun zu einem ansehnlichen Quartier zum Arbeiten, Wohnen und Leben werden. Ein viergeschossiges Gebäude mit rund 5 000 Quadratmetern Bürofläche und einer Tiefgarage für 145 Autos entsteht im Auftrag des neuen Eigentümers, Stefan Hamacher von Hamacher Immobilien. „Als echtem Rheydter Jungen ist es Stefan Hamacher extrem wichtig für seine Firma Media Central in der Stadt ein neues Domizil zu schaffen. Viele Investoren hat das verfallende Industriegebäude abgeschreckt, aber wir haben uns daran getraut und sind nach wie vor froh über die Entscheidung für dieses attraktive Bauprojekt“, sagt Georg Wilms, Geschäftsführer der Schleiff Denkmalentwicklung, die für die Bebauung nach den Plänen des Büros Hartmann Architekten verantwortlich ist.

Nachdem die historische Backsteinfassade des Druckereigeländes erhalten und gesichert ist und die alten Verwaltungs- und Fabrikgebäude dahinter vollständig entfernt wurden, beginnt morgen die aufwendige Bodensanierung in enger Abstimmung mit der Unteren Bodenschutzbehörde der Stadt Mönchengladbach. „Die Altlastensanierung ist hier notwendig, da der Boden in einem zehn mal zehn Meter großen Bereich laut Untersuchungen Chrom 6 enthält. Dieses ist stark giftig und muss komplett entfernt werden. Es wird durch die Arbeiten aber weder zu ungewöhnlich lautem Baulärm oder irgendeiner Geruchsbelästigung kommen“, erklärt Götz Stellmacher, Leiter der Unteren Bodenschutzbehörde. Der Erdaushub wird anschließend zu einer Deponie in Köln-Knappsack gebracht, die für die Entsorgung solcher kontaminierten Bodenschichten zugelassen ist.

Das Quartier Kühlen, wie der Neubau heißen soll, wird voraussichtlich Ende 2015 bezugsfertig sein. Die rund 5 000 Quadratmeter Büroflächen sollen in bis zu 15 Einheiten zwischen 110 und 2 300 Quadratmeter aufgeteilt werden. Davon ist bereits die Hälfte vermietet. Vor dem Bürogebäude in Richtung Neuhofstraße wird ein Park angelegt, die geschützten Bäume werden erhalten und Autos können zukünftig in einer Tiefgarage parken. In einem später geplanten zweiten Bauabschnitt sollen entlang der Schwogenstraße attraktive Wohnungen entstehen.

(Report Anzeigenblatt)