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Nassauer Stall zeigt Arno Topüths Ausstellung „Horizonte“
Blick in die Ferne richten

Wickrath (bs). Vor gut zwei Jahren stellte der Hocksteiner Maler Arno Topüth seine „Lebensräume“ im Nassauer Stall des Schlosses Wickrath aus. Nun folgt am 15. und 16. November seine Ausstellung „Horizonte“. Ölgemälde, die sogar unsere Sehnsüchte wecken. Von Bert Stevens

Arno Topüth ist Autodidakt. Nie hat er eine Kunstschule von innen gesehen. Schon in seiner Kindheit war Malen seine große Leidenschaft, was sogar seine Lehrer immer wieder in Erstaunen versetzte. Was bei vielen solcher Talente dann doch irgendwann durch andere Interessen überlagert wird, wurde von Arno Topüth intensiv gepflegt und weiterentwickelt. Mit Plakatzeichnungen, der Gestaltung von Buch – und CD-Covern sowie des Entwurfes und Ausführung eines Bühnenbildes („Der Zimmermann von Dalen“) zur 650-Jahrfeier des Gladbacher Stadtteils Rheindahlen im Jahre 2004, wurde der Maler auch einem breiteren Publikum bekannt.

Inzwischen hat es Arno Topüth bereits auf zehn Ausstellungen gebracht, die allesamt mit Begeisterung aufgenommen wurden, großes Lob und Anerkennung fanden. Vorwiegend widmet sich der Maler – mit schon meisterhafter Pinselführung – jetzt den Landschaften. Es sind also nicht mehr die urbanen Dörfer und Ortsansichten, die noch in seiner letzten Wickrather Ausstellung „Lebensräume“ zu sehen waren.

Hierfür hat Topüth in den letzten Jahren einige Reisen unternommen, um besonders markante Eindrücke von Salzwiesen, Wattenmeer, Polder und Marschland zu gewinnen. Die daraus entstandenen Ölgemälden, die Topüth mit dem Titel „Horizonte“ versehen hat, öffnen den Blick für die Weite und Unendlichkeit. Flache Wiesen, Felder und Gewässer wirken mit unglaublichem Reiz auf den Betrachter seiner Werke. Im Gegensatz zu früheren Werken, beeindruckt diesmal die Leichtigkeit und Unbeschwertheit seiner Malkunst. Die Kontraste in seinen Bildern sind weicher geworden, die Gegensätzlichkeit von Hell und Dunkel stellt der Künstler nicht mehr in den Vordergrund, sondern eher eine dezente Abstraktion, denn diese gibt dem Maler nun zunehmend mehr Raum für malerische Farbgestaltung.

Die Ausstellung „Horizonte“ ist am 15. und 16. November in der Zeit von 10 bis 18 Uhr in Anwesenheit des Künstlers geöffnet. Der Eintritt ist frei.

(Report Anzeigenblatt)