| 13.52 Uhr

Bodo Krohn, der Macher im Karne val

Nettetal. Bei Bodo Krohn laufen in diesen Tagen die Leitungen heiß. Ein Termin jagt den nächsten, denn Bodo Krohn hat viel zu organisieren. Ob Achnes Kasulke, Kuhl und de Gäng, die Räuber oder Micky Brühl Band – im Karneval ist Bodo Krohn der Macher, bei ihm laufen alle Fäden zusammen. Von Kellys Grammatikou

An den Wänden hängen goldene Schallplatten, auf dem Schreibtisch stapeln sich die CDs und Tonträger, unzählige Fotos von Bodo Krohn mit vielen Stars der Musikszene lassen gleich erkennen – hier sitzt ein Mann, der seine Arbeit und sein Leben dem Musikgeschäft gewidmet hat.

Seit knapp 30 Jahren ist Krohn unter BK Promotion im Musikgeschäft tätig – ob in der Schlager-Szene, in Mallorcas Partymusik-Szene oder auch im Karneval – wenn musikalisch die Post abgehen soll, dann weiß Krohn eben, welche Nummer er anrufen muss. Da wundert es auch nicht, dass er seit Jahren mit der närrischen Ulknudel in der Session von Saal zu Saal zieht und sie unterstützt.

Kaum würde man vermuten, dass in seinem Büro die Fäden zusammen laufen für einige Bands des Kölner Karnevals. „Das bedeutet nicht, dass ich was mit den Buchungen zu tun habe, sondern eher mit der Vermarktung und den musikalischen Werken dieser Bands“, sagt Krohn.

In seiner Funktion leitet Krohn das Ariola Colonia Label unter der Sony Music. Es beinhaltet ganz aktuell Bands wie die Räuber, die Micky Brühl Band, Kuhl un de Gäng. „Außerdem haben wir mittlerweile auch schon den ersten Sampler rausgebracht, der gute Platzierungen in den Charts hat“, so Krohn weiter. Aber auch wenn es um Fotoshootings, Art-Work oder Kalkulationen geht, ist Krohn der Ansprechpartner für diese Bands. „Ich koordiniere all diese Aufgaben, die dann später wieder auf meinem Schreibtisch zusammen laufen.“ Unterm Strich sei er quasi das Kölner Karnevals-Label der Firma Sony Music. Und das in Nettetal-Kaldenkirchen. „Sony hat ihren Hauptsitz in München und München ist nun nicht gerade als Karnevalshochburg verschrien. Der Vice-President der Sony kommt aber aus Köln und wir kennen uns schon seit Jahren. Er kam dann auf mich zu und hat mich gefragt, ob ich diesen Job hier machen will“, erklärt Krohn weiter.

Über seine Jahrzehnte lange Arbeit hat sich der Kaldenkirchener ein Netzwerk aufgebaut, das ihm natürlich bei der Arbeit hilft. Daher wundert es beispielsweise auch nicht, dass der neue Hit von Achnes Kasulke („Ich bin verliebt in einen Gardeoffizier“) von Torben Klein getextet und komponiert wurde – dem neuen Frontmann der Räuber!

„Die Räuber sind ein gutes Beispiel dafür, wie sich alles mischt. Die machen ja nicht nur Karnevalsmusik, aber man glaubt immer sie gehören zum Kölner Karneval. Sie machen ja auch Pop- oder Schlagermusik – eben nur auf kölsch. In diesem Jahr feiern die Räuber ihr 25-jähriges Jubiläum. Sie haben wahnsinnig viele Hits gehabt, die heute noch auf Mallorca und sonst wo gespielt werden.“

Auch diese Präsentation musste von dem Kaldenkirchener Promoter koordiniert und vermarktet werden. Bodo Krohn – er ist der Macher im Karneval. Und nach Karneval? – Dann wird es für den Promoter etwas ruhiger, für knappe zwei Monate. Denn danach wird er von der Ariola auch schon wieder für die DJ- und Schlager-Szene eingespannt.

(Report Anzeigenblatt)