| 14.33 Uhr

Brückenarbeiten stehen still

Brückenarbeiten stehen still
Derzeit wird der Verkehr an der Niersbrücke bei Schloss Rheydt nur über eine Spur geführt und durch eine Baustellenampel geregelt. Das wird auch noch eine ganze Zeit so bleiben. FOTO: Andreas Baum
Rheydt. Ursprünglich war ja geplant, dass die Erneuerung der Niersbrücke bei Schloss Rheydt bis zum Herbst 2018 abgeschlossen sein soll. Allerdings ruhen die Arbeiten jetzt schon seit Monaten – sehr zum Ärger vieler Autofahrer, die täglich mit nervigen Wartezeiten zu kämpfen haben und sich fragen, wann es denn endlich weitergeht. Von Thomas Hippel

Immer noch regelt eine Baustellenampel den Verkehr im Bereich der Niersbrücke, ist die Ritterstraße hier doch seit Ende der Komplettsperrung im Oktober nur noch einspurig befahrbar. Und das wird auch noch eine ganze Zeit so bleiben. Denn: Die Arbeiten an der Brücke, die zur Erfüllung der Anforderungen des Lkw-Routenkonzepts komplett ersetzt werden muss, ruhen bereits seit Weihnachten. Warum das so ist, erklärt Dirk Rütten, stellvertretender Pressesprecher der Stadt: „Die ausführende Baufirma hat im Dezember festgestellt, dass die Gründung der Fundamente nicht wie geplant durchgeführt werden kann, da das Grundwasser einfach zu hoch steht.“

Zwar habe die Firma auch direkt eine Lösung entwickelt, dergestalt dass die Niers in dem betreffenden Bereich einfach eingetunnelt werden kann, um die Fundamente auf diese Weise trocken in die Erde zu bekommen. Allerdings sei für ein derartiges Vorgehen, da die Niers schließlich ein fließendes Gewässer sei, eine enge Abstimmung mit dem Niersverband und mit der Bezirksregierung erforderlich. Letztere müsse dann auch letztlich die Genehmigung erteilen.

Genau daran hapert es aber aktuell noch: „Die Fertigbetonteile zum Eintunneln der Niers sind bereits fertig gegossen. Wir warten eigentlich nur noch auf das Okay der Bezirksregierung“, so Rütten. Er gehe aber davon aus, dass die Genehmigung zeitnah eingehen werde.

Eine Fertigstellung der neuen Brücke zum geplanten Termin im Herbst scheint jedenfalls angesichts der bisherigen Verzögerungen utopisch. Konkrete zeitliche Prognosen wollte Rütten diesbezüglich dann auch nicht geben.

(Report Anzeigenblatt)