| 13.22 Uhr

Das BIS kommt gut weg

Das BIS kommt gut weg
Die Masterstudierenden Christoph Traxel, Raphael Auer, Annika Sommerfeld und Hendrina Aachten (v.l.) haben mit ihrem Mentor Professor Jürgen Weintz (vorne) das Nutzungsverhalten im BIS analysiert. FOTO: Andreas Baum
Mönchengladbach. Wie gut finden die Besucher das Kulturzentrum Bismarckstraße? Das untersuchte eine Gruppe von Masterstudierenden der Hochschule Niederrhein mit einer Besucherbefragung. Von Ulrike Mooz

Das Ergebnis schonmal vorweg: Das Kulturzentrum Bismarckstraße (BIS) kommt bei der Analyse des Kulturnutzungsverhaltens seiner Besucher ziemlich gut weg. Fünf Masterstudierende der Fächer Kulturmanagement und Kulturpädagogik hatten innerhalb des Marketingseminars bei Professor Dr. Jürgen Weintz 321 Besucherinnen und Besucher des BIS per Fragebogen um ihre Meinung gebeten. Sie sollten Angebot, Qualität der Künstler, die Akustik in den Räumen, Servicepersonal, Auswahl von Getränken und Speisen, Preise und Parkmöglichkeiten bewerten.

Die Studierenden befragten zwischen November 2014 und Januar 2015 Besucher von 20 verschiedenen Veranstaltungen der verschiedensten Sparten vom Poetry Slam über das Kulturfrühstück bis zu Ausstellungseröffnungen und Programmkino.

Für das Angebot im BIS gab es 80 Prozent Zustimmung, mit der Qualität der Künstler und dem Servicepersonal waren sogar 87 und 90,1 Prozent zufrieden oder voll zufrieden. Lediglich die Parkmöglichkeiten machten nur 29,3 Prozent glücklich. „Alles richtig gemacht“, so das Fazit von Student Raphael Auer.

Besonders begeistert waren 90 Prozent der Befragten von Musik oder Tanz und selbst das schwere Thema Literatur wurde bei der Frage nach dem, was besonders interessiert, von 36 Prozent der Befragten angekreuzt. Punkten konnte das BIS vor allem mit Atmosphäre, Spaßfaktor, Qualität und Live-Erlebnis. „Sowas bekommt man eben nicht vorm heimischen PC“, so Professor Weintz.

Bei der demografischen Auswertung zeigte sich, dass das Publikum, anders als noch vor ein paar Jahren nicht mehr nur mit grauen Schläfen unterwegs ist. Immerhin sind 23 Prozent unter 25 Jahre alt. Das sei ausbaufähig, freuten sich BIS-Vorsitzender Herbert Krumbein und Stellvertreterin Bärbel Lenz.

Ausbaufähig finden die beiden auch, dass immerhin satte 34 Prozent explizit Ausstellungen als besonders interessant angaben. „Ein gutes Argument für das Haus 97“, sagt Bärbel Lenz. Die Hausnummer 97 vom BIS muss seit Jahren dringend saniert werden. Ausstellungen sind deshalb seit einiger Zeit an andere Orte ausgelagert.

Fazit der Besucher: Das BIS ist sehr gut, jung, interessant, chillig, familiär, alternativ, gemütlich, vielfältig und individuell. Außerdem gilt es als „klein und fein“.

(Report Anzeigenblatt)
Weitere Empfehlungen für Sie!Anzeige