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Das Ende einer schönen Idee

Das Ende einer schönen Idee
Wo vor kurzem noch Wasser glitzerte, klafft jetzt ein Loch auf der Bleichwiese. FOTO: Ulrike Mooz
Mönchengladbach (um). Wo im vergangenen Jahr noch kleine Wellen den See auf der Bleichwiese kräuselten, gähnt jetzt ein Loch. Bald wird hier gebaut. Von Ulrike Mooz

Es scheint gerade mal ein paar Tage her zu sein, als sich die Gladbacher mit einem kühlen Getränk auf den Liegestühlen am Strand der Bleichwiese räkelten. Dort wo der See sich bei leichter Briese kräuselte, ist seit einigen Wochen ein leeres Loch. Gladbach-Dock, das war mal eine ausgefallene Idee - als Zwischennutzung für das Grundstück, auf dem früher mal das Zentralbad stand.

Jetzt ist die Idylle vorbei, auch die auf dem benachbarten Spielplatz, von dem bereits die Spielgeräte entfernt wurden und der zur Zeit nur noch aus einem großen Sandhaufen besteht.

Architekt Dr. Burkhard Schrammen will hier ein ganz neues Viertel, die Roermonder Höfe, für gehobene Ansprüche entstehen lassen. Mehrfamilienhäuser mit vier Etagen und 7 200 Quadratmeter Bürofläche, Kindergarten und Restaurant sind geplant, wo jetzt nur noch die blauen Container und die Bambusbüsche an das innerstädtische Stranderlebnis erinnern.

So manch einer hofft da, dass Gladbach-Docks-betreiber Frank Klix schnell ein neues Grundstück findet, um einen neuen Stadtstrand aufzumachen. „Wir trauern, sind aber auch froh, dass wir überhaupt diese Möglichkeit hatten“, heißt es auf der Facebookseite der Bleichwiese.

(Report Anzeigenblatt)