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Das Museum anders sehen

Das Museum anders sehen
Bei neuen und jüngeren Leuten Interesse wecken für das Museum Abteiberg, wollen Volksbankchef Franz Meurers, Museumsvereins-Geschäftsführer Christian Krausch, Stellvertreter Uwe Hillekamp, Museumsdirektorin Susanne Titz (v.l.) und Aktionskünstler Norbert Krause (vorne). FOTO: Isabella Raupold
Mönchengladbach (um). „Ins Museum gehen, ist keine Kunst“, heißt das neueste Projekt des Mönchengladbacher Aktionskünstlers Norbert Krause, mit dem er neue und jüngere Leute ins Museum Abteiberg locken möchte. Was Krauses neue Idee genau bedeutet, bleibt vorerst in seinem Kopf. Trotzdem hofft er, dass möglichst viele in einem Crowdfunding-Projekt dafür spenden. Von Ulrike Mooz

Wenn Norbert Krause sich wieder eine Aktion ers(p)onnen hat, kann man meistens Humoristisches erwarten. Auch für sein neuestes Projekt, vom 5. bis 10. September, verspricht der Aktionskünstler das. Ziel der Aktion ist es, mehr Leute für das Museum Abteiberg zu gewinnen, das in vielen Gladbacher Köpfen als unerreichbar, schwierig oder anstrengend abgespeichert ist. Das Motto der Aktion ist in einem anderen Zusammenhang von Johannes Jansen von der Agentur Freimeister ersonnen und jetzt zur Verfügung gestellt worden: „Ins Museum gehen, ist keine Kunst“.

„Ich wünsche mir, dass die Leute andere Wege entdecken, ins Museum zu gehen“, sagt Norbert Krause, und auch andere Qualitäten des Museums entdecken, als „nur“ die der Kunstbetrachtung. Man könne das Museum zum Beispiel wegen der gleichbleibenden Temperatur von 21 Grad in heißen Sommern auch zur Abkühlung besuchen, findet er, „und nebenbei bekommt man noch die Kunst dazu.“

Mit ins Boot geholt hat Krause den Museumsverein und die Volksbank als Crowdfunding-Partner. „Für jede gespendeten fünf Euro geben wir zehn dazu“, verspricht Franz D. Meurers, Vorstand der Volksbank Mönchengladbach. Sollte die Zielsumme von 2 500 Euro für das Projekt nicht zustande kommen, bekommen die Spender das Geld wieder.

Je nach Spendensumme bekommen die Spender auch kleine oder größere Geschenke. Nur, wofür sie genau spenden, das bleibt vorerst ein Geheimnis. Nur soviel sei verraten: Es gibt irgendwas mit Schlangen.

(Report Anzeigenblatt)