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Der Kampf gegen den Schweinehund

Der Kampf gegen den Schweinehund
Zu Beginn wärmen wir uns erst einmal auf. FOTO: Andreas Baum
Mönchengladbach. Beim Bootcamp im Freien mit Personal Trainer Steffen Dreßen bleibt kein Muskel unbeansprucht: Unsere Mitarbeiterin Simone Krakau hat sich durch 60 Minuten hartes Training gekämpft und geschwitzt – Muskelkater vorprogrammiert! Von Simone Krakau

Hoch, runter, schneller, nach rechts, nach links, Bauch, Beine, Po – schmerzhaft. In einer kleinen Gruppe wärmen wir uns im Bunten Garten mit Ganzkörperübungen wie Kniebeugen, Jumping Jacks und Ausfallschritten auf.

Der Schweiß lässt sich schon jetzt auf meiner Stirn blicken. Wer mich kennt, weiß, dass ich nicht gerade mit Turnschuhen an den Füßen geboren wurde. Mittlerweile schaffe ich es ein Mal pro Woche zu einem Sportkurs – besser als gar nichts, denke ich mir immer.

Die neue Herausforderung im Bootcamp nehme ich aber gerne an – doch ob ich wohl mit den anderen Teilnehmern mithalten kann? "Jeder lernt beim Bootcamp für sich persönlich, wo seine eigenen Grenzen liegen", weiß der lizenzierte Personal Trainer Steffen Dreßen. "Man muss nicht jede Übung durchhalten – das entscheidet man ganz allein."

Der 28-Jährige arbeitet bereits seit vielen Jahren selbstständig als Personal Trainer und hilft Menschen somit zu mehr Wohlbefinden und körperlicher Fitness. Seit diesem Jahr findet man Dreßen und seinen Geschäftspartner und Bruder Marc Arnoldy in ihrer eigenen Personal-Training-Lounge auf der Parkstraße. "Wir helfen unseren Kunden, sich in ihrem Körper wohl zu fühlen, wir helfen Schmerzen zu reduzieren und unterstützen sie beim Abnehmen", so Dreßen. Auch ein auf den Stoffwechsel des Kunden abgestimmter Ernährungsplan gehört mit dazu.

Im Bunten Garten wird nach dem Aufwärmen erst einmal gezirkelt. An zehn Stationen trainiert man den ganzen Körper – Dreßen sorgt dafür, dass kein Muskel unbeansprucht bleibt: Sit-Ups, Liegestütze, Kniebeuge und Gewichte heben– das volle Programm eben. Hier kann ich dann selbst bestimmen, ob mein innerer Schweinehund schon besiegt ist und ich an meine Grenzen gestoßen bin, oder ob ich noch etwas aus mir heraus holen kann – stets unter der Aufsicht des Coaches, der für die Korrektur da ist und für jede Menge Motivation sorgt. Mit seiner offenen und witzigen Art schafft er es, dass zehn Kniebeugen mit einem Zwölf-Kilo-Gewicht in der Hand, sich fast wie neun anfühlen – das motiviert mich.

Zwischenzeitlich schaffe ich es mal einen Blick auf meine Trainingspartner zu werfen: die Mädels und Jungs sind ganz schön fit. Silvia Heinen ist eine von denen, die regelmäßig am Bootcamp teilnehmen – und das sieht man auch. "Es ist wirklich sehr anstrengend, aber ich habe dafür schon jede Menge Fortschritte erzielt."

Nach 60 Minuten Schwitzen, einer weiteren Trainingseinheit in der Runde und einem zweiten Zirkeltraining, ist der "Kampf" vorbei. Mein Gesicht ist rot und ich bin ausgelaugt – dennoch gehe ich mit dem guten Gefühl, etwas für meinen Körper getan zu haben, nach Hause. Denn von nichts, kommt ja bekanntlich auch nichts.

(Report Anzeigenblatt)