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Der Typ macht komische Sachen

Der Typ macht komische Sachen
Konzeptkünstler Norbert Krause (vorne) mit Franz D. Meurers, Vorstand Sponsor Volksbank (l.) und Dr. Carsten Christmann, Vorstand Auftraggeber Museumsverein. Von diesem K1 Kunstwerk bekommen größere Crowdfunding-Sponsoren ein Stückchen ab. FOTO: Isabella Raupold
Mönchengladbach. Wie kann man es ändern, dass das Museum Abteiberg weltweit Besucher anzieht, aber nur wenige Mönchengladbacher? Konzeptkünstler Norbert Krause startet morgen eine Lock-Ak tionswoche mit dem Titel „Ins Museum gehn ist k1 Kunst“. Von Ulrike Mooz

Das Dilemma ist alt, aber soll bald ein Ende haben: Das Museum Abteiberg kennt man in New York, London und Tokio, aber in Mönchengladbach sind viele immer noch nicht drin gewesen. Der Museumsverein will das ändern und hat Konzeptkünstler Norbert Krause beauftragt, Besucher anzuwerben (Extra-Tipp berichtete).

Unter dem Motto „Ins Museum gehn ist k 1 Kunst“ beginnt ab morgen eine Aktionswoche, die jeden Tag unter einem anderen Thema steht. So heißt es morgen „Ins Museum gehn ist Alltag“ und man kann sich zusammen mit Norbert Krause Kunstwerke außerhalb des Museums ansehen. „Wir nähern uns von außen nach innen“, so Krause.

Am Dienstag geht es sportlich weiter mit „Ins Museum gehn ist eine Qual“. Gemeint sind damit aber nicht die Kunstwerke, sondern der steile Weg den Abteiberg rauf. Krause lädt zum Feierabendsport mit anschließendem Workout im kühlen Museumsinneren. Dass der Weg ins Museum auch digital sein kann, zeigt die Aktion am Mittwoch. Unter #abteiberg finden sich auf Instagram Eindrücke rund ums Museum. Am Donnerstag, 8. September, heißt es „Ins Museum gehn ist meine Kunst“. An dem Tag zeigt Norbert Krause, wie man mit einem simplen Trick zum eigenen Original kommt. Am Freitag ist „Ins Museum gehn Arbeit“. Norbert Krause wird zusammen mit den Aufsichtskräften seinen Dienst antreten und darüber Bericht erstatten. Den Abschluss bildet der Samstag. Dann wird vor dem Museumseingang eine Schlange bis zur Hindenburgstraße gebildet und alle, die in ihr stehen, kommen umsonst ins Museum. Drinnen wird es dann noch eine spannende Schnitzeljagd geben.

Vorangegangen war der Aktion das von der Volksbank unterstützte Crowdfunding Projekt, für das die Leute – ohne zu wissen, um was es genau geht – 3 052 Euro gespendet haben. „Wahrscheinlich haben sich einige gedacht: ’Der Typ macht komische Sachen, aber wird schon’“, so Krause.

(Report Anzeigenblatt)